Die Meldung auf Polnisch
Polski Sąd Konstytucyjny uznał1 nowe przepisy2 ministerstwa edukacji, dotyczące3 zmniejszenia liczby lekcji religii lub etyki, za niekonstytucyjne4. Sąd orzekł5, że ministerstwo musi konsultować6 się z organizacjami religijnymi przed zmianami. Ministerstwo uważa, że mniej lekcji to dobry pomysł, ale kościół się nie zgadza.
- uznać
stwierdzić coś jako prawdziwe lub ważne ↩︎ - przepis (m.)
oficjalne zasady lub regulacje prawne ↩︎ - dotyczyć
mieć związek z czymś, odnosić się do czegoś ↩︎ - niekonstytucyjny
niezgodne z konstytucją, dokumentem najważniejszym w kraju ↩︎ - orzekać
wydawać decyzję sądową lub oficjalną opinię ↩︎ - konsultować
zasięgać opinii lub rady w jakiejś sprawie ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Was hat das polnische Verfassungsgericht gesagt, muss das Ministerium tun, bevor es die Anzahl der Religions- oder Ethikstunden ändert?
Question 2: Was hält das Ministerium von der Reduzierung der Anzahl der Religionsstunden?
Lernwörter
| Polnisch | Deutsch |
|---|---|
| uznać | |
| przepis (m.) | |
| dotyczyć | |
| niekonstytucyjny | |
| orzekać | |
| konsultować | |
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Die Meldung in voller Länge
Das polnische Verfassungsgericht hat gegen die kürzliche Verordnung des Bildungsministeriums, die die Anzahl der Religions- oder Ethikstunden in Schulen reduzieren sollte, entschieden. Am 3. Juli stellte das Gericht unter Vorsitz von Präsident Bogdan Święczkowski fest, dass die Entscheidung des Ministeriums verfassungswidrig ist. Dieses Urteil wurde einstimmig von dem Richtergremium getroffen, dem auch Krystyna Pawłowicz als Berichterstatterin und Stanisław Piotrowicz angehörten.
Der umstrittene Vorschlag wurde von Bildungsministerin Barbara Nowacka eingebracht und sollte am 1. September 2025 in Kraft treten. Geplant war, die wöchentlichen Religions- oder Ethikstunden von zwei auf eine zu reduzieren, wobei diese Stunden vor oder nach dem Hauptunterricht stattfinden sollten. Ministerin Nowacka begründete die Änderung als Erfüllung von Wahlversprechen und eine Frage des gesunden Menschenverstands. Allerdings führten rechtliche Experten und religiöse Vertreter Anfechtungen gegen das Dekret, was zu einer gerichtlichen Überprüfung führte.
Das Gericht hob hervor, dass das Bildungsministerium es versäumte, religiöse Organisationen zu konsultieren, womit es gegen die gesetzliche Vorschrift zur ministeriellen Zusammenarbeit mit kirchlichen Vertretern bei Bildungspolitiken verstieß. Laut Pawłowicz wurden viele inhaltliche Standpunkte diverser Religionsgemeinschaften übersehen, obwohl dies gemäß dem Bildungssystemstatut obligatorisch ist. Diese Entscheidung des Gerichts unterstreicht die Notwendigkeit für das Ministerium, den Dialog zu suchen, bevor es solch wichtige Bildungsänderungen umsetzt.

Als Reaktion auf die Entscheidung des Gerichts hielt das Bildungsministerium fest, dass die Verordnung weiterhin gültig sei und betonte, dass die Regelungen im offiziellen Regierungsblatt veröffentlicht wurden. Das Ministerium argumentierte, dass eine Reduzierung der Unterrichtsfrequenz von der Mehrheit der Öffentlichkeit unterstützt werde, da Kinder bereits stark mit Schulstunden belastet seien.
Auf der anderen Seite verurteilte das polnische Episkopat den einseitig vom Ministerium gefassten Beschluss und forderte eine Rückkehr zu rechtsstaatlichen Standards und konstruktive Gespräche zum Schutz der Interessen religiöser Bürger. Sprecher Leszek Gęsiak deutete an, dass die Kirche möglicherweise rechtliche Schritte einleiten könnte, falls das Ministerium bei seiner aktuellen Haltung bleibt, und eventuell internationale Institutionen einbeziehen könnte.
Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund umfassender Spannungen bezüglich der Funktionsweise und Autorität des Verfassungsgerichts, mit früheren parlamentarischen Anträgen, die seine Legitimität und Wirksamkeit infrage stellten. Folglich hatten Gerichtsentscheidungen Probleme bei der offiziellen Verkündung.
Während sich die Kontroverse entfaltet, übt das Urteil des Gerichts erheblichen Druck auf die polnische Regierung und die Bildungsbehörden aus, die identifizierten Verfahrensmängel zu beheben und intensiver mit religiösen Entitäten zusammenzuarbeiten.
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Fortgeschritten: Berichte aus Polen
- Das Verfassungsgericht hat über die Einschränkung des Religionsunterrichts in Schulen entschieden. (Gazeta.pl)
- Entscheidung des Verfassungsgerichts zur Religionsunterrichtsfrage (Onet.pl)
- Ministerium reagiert auf Urteil des Gerichts: Religionsunterricht im Fokus (TVN24.pl)
- Religionsunterricht im Fokus des Verfassungsgerichts: Entscheidung getroffen (Interia.pl)


