Hubschrauberabsturz bei Rzeszów – zwei Brüder kommen ums Leben

Lernnachrichten | 02.12.2025

Die heutige Ausgabe von Lernnachrichten Polnisch berichtet über einen tragischen Hubschrauberabsturz nahe eines kleinen Dorfes, die schwierigen Bedingungen für die Rettungskräfte und die offenen Fragen, mit denen sich die Ermittler weiterhin schwertun.

Hubschrauberabsturz bei Rzeszów – zwei Brüder kommen ums Leben

Die Meldung auf Polnisch

W pobliżu1 wsi Cierpisz, niedaleko Rzeszowa, rozbił się mały prywatny helikopter2. Zginęło dwóch braci na pokładzie. Była bardzo gęsta mgła i widoczność3 była słaba. Służby6 ratunkowe długo szukały miejsca wypadku. Przyczyna katastrofy4 nie jest jeszcze znana. Trwa śledztwo5.

  1. pobliże  (n.)
    miejsce niedaleko jakiegoś punktu; okolica blisko czegoś ↩︎
  2. helikopter  (m.)
    statek powietrzny z obracającym się śmigłem nad kabiną, który może startować pionowo ↩︎
  3. widoczność  (f.)
    to, jak daleko i jak dobrze można coś zobaczyć, zwykle z powodu pogody ↩︎
  4. katastrofa  (f.)
    bardzo poważny wypadek, często z ofiarami i dużymi zniszczeniami ↩︎
  5. śledztwo  (n.)
    oficjalne postępowanie prowadzone przez policję lub prokuraturę, aby wyjaśnić, co się stało ↩︎
  6. służba  (f.)
    instytucje lub grupy ludzi wykonujące określone zadania dla państwa, np. policja, straż pożarna, pogotowie ratunkowe ↩︎

Übersetzung

In der Nähe des Dorfes Cierpisz, nicht weit von Rzeszów, ist ein kleiner Privathelikopter abgestürzt. Zwei Brüder an Bord kamen dabei ums Leben. Es herrschte dichter Nebel und die Sicht war sehr schlecht. Die Rettungskräfte suchten lange nach der Unfallstelle. Die Ursache der Katastrophe ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Textverständnis

Question 1: Welche Wetterbedingungen erschwerten es den Rettungskräften, die Absturzstelle des Hubschraubers zu finden?

Es herrschte sehr dichter Nebel mit schlechter Sicht, was es den Rettungskräften erheblich erschwerte, die Absturzstelle zu lokalisieren.

Question 2: Wie ist der aktuelle Stand der Ermittlungen zur Ursache des Hubschrauberabsturzes?

Die Unfallursache ist weiterhin unklar; die Ermittlungen laufen noch und es wurden bislang keine endgültigen Schlussfolgerungen gezogen.

Lernwörter

PolnischDeutsch
pobliże  (n.)Nähe
helikopter  (m.)Hubschrauber
widoczność  (f.)Sichtweite
katastrofa  (f.)Katastrophe
śledztwo  (n.)Ermittlungen
służba  (f.)Dienste

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Die Meldung in voller Länge

Ein privater Hubschrauber des Typs Robinson R44 ist bei dichtem Nebel nahe dem Dorf Cierpisz unweit der Stadt Rzeszów im Südosten Polens abgestürzt. Die beiden Brüder an Bord kamen ums Leben. Polnische Ermittler untersuchen Wrack und Flugroute, doch die genaue Ursache des Unglücks steht bislang nicht fest.

Nach Angaben der Bezirksstaatsanwaltschaft Rzeszów startete der viersitzige Hubschrauber in Krosno, legte einen Zwischenstopp in Zagorzyce ein und setzte den Flug anschließend in Richtung Przeworsk fort. In der Nähe des Ortes Malawa bog die Maschine unerwartet nach Norden ab. Sie flog dann in einem leichten Bogen, verlor dabei allmählich an Höhe, streifte die Kronen von Bäumen und prallte schließlich gegen 15.35 Uhr Ortszeit an einen bewaldeten Hang.

Die Absturzstelle liegt nur wenige Hundert Meter von der Magdalenka entfernt, dem höchsten Hügel in der Gegend, der wegen seines Aussichtsturms und des Panoramas auf die Tatra bei Ausflüglern beliebt ist. Der Hügel gehört zu den Rzeszówer Vorgebirgen, die sich fast 200 Meter über die umliegende Sandomir-Ebene erheben. Einige lokale Beobachter weisen darauf hin, dass ein Pilot, der aus der tieferliegenden Ebene anfliegt, in solchem Gelände bei schlechter Sicht die Höhe leicht falsch einschätzen könnte. Bestätigt ist diese Vermutung jedoch nicht.

Die ersten Notrufe wegen des Absturzes gingen um 15.50 Uhr ein. Der Hubschrauber hatte nach dem Aufprall Feuer gefangen und war beim Eintreffen der Rettungskräfte vollständig ausgebrannt. Feuerwehrleute mussten das Wrack zu Fuß und mit Quads erreichen, weil das Gelände steil und aufgeweicht ist und normale Fahrzeuge dort kaum durchkommen. Rund 50 Feuerwehrleute aus 15 Einheiten waren im Einsatz, unterstützt von einem spezialisierten Drohnen-Team aus Przeworsk sowie Soldaten der Territorialen Verteidigungskräfte.

Vor Ort fanden Feuerwehr und Staatsanwaltschaft die Leichen zweier Männer im Alter von 41 und 44 Jahren, beide aus dem Kreis Przeworsk. Nach Informationen lokaler Medien handelte es sich um Brüder. Sie starben noch an der Unfallstelle. Ihre Körper wurden für Obduktionen sichergestellt; laut Staatsanwaltschaft sollen diese klären helfen, ob etwa plötzliche gesundheitliche Probleme oder andere Faktoren eine Rolle spielten.

Hubschrauberabsturz bei Rzeszów – zwei Brüder kommen ums Leben
Hubschrauberabsturz bei Rzeszów – zwei Brüder kommen ums Leben

Die Wetterlage zum Zeitpunkt des Unglücks wird als äußerst schwierig beschrieben. Staatsanwältin Katarzyna Drupka, stellvertretende Bezirksstaatsanwältin in Rzeszów, erklärte, die Sichtweite sei durch dichten Nebel auf wenige Meter begrenzt gewesen. Nach heutigem Erkenntnisstand prüften die Ermittler mehrere Szenarien, darunter den Einfluss von Nebel und Feuchtigkeit auf das Triebwerk sowie die Möglichkeit, dass extrem schlechte Sicht dazu geführt habe, dass der Pilot die Orientierung verlor. Zugleich betonte sie, es sei noch zu früh, um eine endgültige Ursache zu benennen; andere Erklärungen seien nicht ausgeschlossen.

Einige Medien berufen sich auf inoffizielle erste Erkenntnisse und fragen, ob der Pilot womöglich nicht bemerkt habe, dass er sich bereits über ansteigendem Gelände in der Nähe der Magdalenka befand, wo das Terrain plötzlich deutlich höher liegt als die umliegende Ebene. Diskutiert wird zudem, welche Höhe die Bordinstrumente des Hubschraubers angezeigt haben und inwiefern das Wetter die Navigation beeinträchtigt haben könnte. Derartige Punkte gelten derzeit als Arbeitshypothesen, nicht als gesicherte Fakten.

Die Staatliche Kommission zur Untersuchung von Flugunfällen (PKBWL) nahm ihre Arbeit an der Unglücksstelle am folgenden Morgen unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft auf. Ermittler sicherten Teile des Wracks sowie Treibstoff- und Ölproben für eine eingehende Analyse. Auch Unterlagen zum Hubschrauber, zum Piloten und zum Flugplan wurden beschlagnahmt, Zeugen werden vernommen.

Dokumente vom Fundort belegen, dass der Hubschrauber am Vortag des Unfalls in einem Fachbetrieb eine technische Durchsicht durchlaufen hatte und diese nach bisherigen Angaben beanstandungsfrei bestand. Die PKBWL will innerhalb von rund 30 Tagen einen vorläufigen Bericht vorlegen, ein ausführlicheres Gutachten soll etwa zwei Monate später folgen. Bis zur Veröffentlichung dieser Ergebnisse vermeiden Staatsanwaltschaft und Luftfahrtexperten endgültige Aussagen zu den Ursachen des Absturzes.

Der Absturz nahe Cierpisz sorgt in Polen nicht nur wegen des Todes zweier Brüder für Aufsehen, sondern auch, weil er sich in einem bekannten Erholungsgebiet nahe einer Regionalmetropole ereignete. Beobachtern im Ausland führt der Fall vor Augen, vor welchen Herausforderungen die Allgemeine Luftfahrt in hügeligem Gelände und bei rasch wechselnden Wetterbedingungen steht – Fragen, denen die Ermittler nun im Detail nachgehen wollen.

Info: Lernnachrichten Polnisch ist ein Angebot von „Lernen wir Polnisch“, einer Sprachschule, in der wir es Lernenden ermöglichen, über verschiedene Online-Kurse einfach Polnisch lernen zu können. Wir konzentrieren uns darauf, Polnisch als Fremdsprache strukturiert und alltagsnah zu vermitteln.


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