Die Meldung auf Polnisch
- ciepłownia (f.)
miejsce lub zakład, który produkuje ciepło dla wielu budynków, na przykład dla bloków i szkół ↩︎ - chwilowo
przez krótki czas, na razie, nie na stałe ↩︎ - oszczędzać
używać czegoś mniej, żeby tego nie zabrakło albo żeby wydać mniej pieniędzy ↩︎ - awaria (f.)
nagłe zepsucie się maszyny, urządzenia lub instalacji, przez co przestaje działać ↩︎ - mieszkaniec (m.)
osoby, które mieszkają w jakimś miejscu, na przykład w mieście albo w kraju ↩︎ - wypożyczyć
wziąć coś od kogoś na pewien czas, zwykle za opłatą, i potem oddać ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Warum hat die Stadt in Danzig und Zoppot Schulen und Schwimmbäder geschlossen?
Question 2: Wie wird der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler fortgesetzt, während die Schulen geschlossen sind?
Lernwörter
| Polnisch | Deutsch |
|---|---|
| ciepłownia (f.) | |
| chwilowo | |
| oszczędzać | |
| awaria (f.) | |
| mieszkaniec (m.) | |
| wypożyczyć | |
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Die Meldung in voller Länge
Eine schwere Störung im Heizkraftwerk von Danzig im Norden Polens hat in Teilen der Städte Danzig und Zoppot die Fernwärme reduziert oder ganz unterbrochen – mitten in einer Kältewelle. Die Kommunen haben einen Krisenstab eingesetzt und zahlreiche Schulen sowie öffentliche Sporteinrichtungen vorübergehend geschlossen, während die Reparaturen laufen.
Der Vorfall begann am Montag, als einer der zentralen Kessel im Danziger Heizkraftwerk ausfiel. Nach Angaben des Betreibers PGE Energia Ciepła zwingt ein Leck oder Defekt an einem wichtigen Bauteil die Techniker dazu, die Parameter der in das städtische Netz eingespeisten Wärme zu senken. Laut Behörden sank die Temperatur im Fernwärmenetz um etwa 10 bis 15 Prozent – genug, um Wohnungen deutlich abkühlen zu lassen und mancherorts vorübergehend ganz ohne Heizung dastehen zu lassen.
Betroffen sind sieben Stadtteile von Danzig – darunter Żabianka, Oliwa, Strzyża, Stogi, Śródmieście (die Innenstadt) sowie Teile von Orunia – und zudem die benachbarte Ostseestadt Zoppot. Die Stadtspitzen erklärten, dass vor allem die an den Enden des Fernwärmenetzes gelegenen Viertel Probleme haben. Viele Bewohnerinnen und Bewohner in Zoppot und einigen Danziger Bezirken registrieren deshalb einen spürbaren Temperatursturz in ihren Wohnungen.
Auf einer Pressekonferenz erläuterten der Chef des städtischen Heizversorgers GPEC und Danzigs Stadtpräsidentin, Aleksandra Dulkiewicz, das Vorgehen. Vorrang habe, die Temperaturen in den Wohnungen auf einem „erträglichen und vertretbaren“ Niveau zu halten, betonten sie. Um das zu erreichen, wird die Wärmezufuhr zu einigen öffentlichen Gebäuden vorübergehend gedrosselt, damit mehr Energie für Wohnblöcke zur Verfügung steht. Das Netz arbeitet derzeit mit rund 700 Megawatt statt der üblichen 800. Nach Einschätzung des Unternehmens reicht das aus, um einige Tage zu überbrücken – wenn auch unter schwierigen Bedingungen, bis die Reparaturen abgeschlossen sind.
Seit Montag arbeiten Techniker daran, den defekten Kessel instand zu setzen. Vertreter von PGE Energia Ciepła und der Kommunen gehen davon aus, dass die Störung bis Mittwoch behoben sein wird und das System etwa am Mittwoch oder Donnerstag wieder mit voller Leistung fahren kann. Bis dahin sind die Menschen aufgerufen, sich auf kühlere Wohnungen einzustellen – besonders in älteren Häusern, die ans städtische Netz angeschlossen sind.
Wegen der gesunkenen Temperaturen haben beide Städte Änderungen im Schulbetrieb beschlossen. In Danzig haben die meisten Grund- und weiterführenden Schulen, die an die Fernwärme angeschlossen sind, den Präsenzunterricht ausgesetzt. In den oberen Klassenstufen findet der Unterricht online statt, in den Grundschulen werden reguläre Stunden gekürzt oder gestrichen. Zugleich sichert die Stadt zu, dass jede Grundschule weiterhin eine Ganztagsbetreuung für Kinder anbietet, deren Eltern nicht zu Hause bleiben können.

Es gibt zwölf Ausnahmen in Danzig: Schulen und Bildungseinrichtungen mit einem eigenen, unabhängigen Heizsystem. Dazu zählen mehrere Grundschulen, eine weiterführende Schule und eine staatliche Musikschule. Dort läuft der Unterricht normal weiter, weil sie nicht von dem beschädigten Heizkraftwerk abhängen.
In Zoppot teilte Vizebürgermeister Michał Banacki mit, dass alle Grund- und weiterführenden Schulen der Stadt von Dienstag bis Donnerstag den Präsenzunterricht aussetzen. Grundschulen bieten für jüngere Kinder, die nicht zu Hause bleiben können, eine Betreuung mit Aufsicht an; ältere Schülerinnen und Schüler lernen aus der Ferne. Im Gegensatz dazu arbeiten Krippen, Kindergärten, das städtische Kulturhaus und die örtliche Musikschule weiter im Normalbetrieb – entweder, weil die Gebäude ausreichend beheizt werden können oder weil sie als prioritäre Einrichtungen gelten.
Die Heizprobleme treffen auch Sport- und Freizeiteinrichtungen. Das Danziger Sportzentrum hat angekündigt, von Dienstag bis Donnerstag sämtliche städtischen Schwimmbäder vorübergehend zu schließen, um Wärme für Wohnhäuser zu sparen. Die Maßnahme betrifft Bäder in mehreren Danziger Stadtteilen – etwa in Osowa, Orunia, Chełm und Stogi – sowie ein Hallenbad in Zoppot. Stadtvertreter betonen, dass es in der aktuellen Lage Vorrang haben müsse, in den Wohnungen sichere Temperaturen zu gewährleisten, statt Freizeiteinrichtungen geöffnet zu halten.
Um den Menschen zu Hause zu helfen, bietet der Danziger Fernwärmeversorger den Einwohnerinnen und Einwohnern von Danzig und Zoppot an, elektrische Heizgeräte und Heizlüfter auszuleihen. Die Behörden sprechen von einer Übergangslösung, die jene Haushalte unterstützen soll, die von der reduzierten Wärmelieferung besonders stark betroffen sind.
Lokale Medien und Behörden werten das Geschehen als schwerwiegenden, aber vor allem technischen Zwischenfall – nicht als Anzeichen eines langfristigen Energiemangels. Einerseits weisen sie auf die spürbaren Belastungen und Sorgen in Zeiten strengen Frosts hin, insbesondere für Familien mit Kindern und ältere Menschen in den am stärksten betroffenen Vierteln. Andererseits heben sie hervor, dass das System weiterhin den Großteil seiner üblichen Leistung erbringt und dass Energieversorger und kommunale Dienste rund um die Uhr daran arbeiten, die volle Heizleistung wiederherzustellen – mit einem klaren Zeitplan für die Reparaturen.
Die Lage in Danzig und Zoppot zeigt exemplarisch, wie polnische Städte, die stark von großen Fernwärmesystemen abhängen, reagieren, wenn ein zentrales Heizkraftwerk ausfällt. Durch die Umstellung von Schulen auf Fernunterricht, die Schließung von Schwimmbädern und anderen öffentlichen Gebäuden sowie die Bereitstellung zusätzlicher Elektroheizer versuchen die Behörden, Gesundheitsrisiken zu minimieren und die wichtigsten Dienste aufrechtzuerhalten, bis das Heizkraftwerk wieder voll einsatzbereit ist.
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