Die Meldung auf Griechisch
Στη δυτική και βόρεια Ελλάδα υπάρχει ξανά πολύ κακός καιρός. Έχει δυνατή βροχή, καταιγίδες1 και ισχυρούς2 νότιους ανέμους. Υπάρχουν πλημμύρες3, ζημιές4 σε σπίτια, δρόμους και καλλιέργειες5. Κάποια χωριά δεν έχουν ρεύμα ή καθαρό νερό. Οι αρχές προσπαθούν να φτιάξουν τις ζημιές4 και προειδοποιούν για νέο κίνδυνο6.
- καταιγίδα (f.)
πολύ δυνατή βροχή με αέρα, συχνά με αστραπές και βροντές ↩︎ - ισχυρός
που έχει μεγάλη δύναμη, πολύ δυνατός ↩︎ - πλημμύρα (f.)
κατάσταση όπου πολύ νερό σκεπάζει ένα μέρος της ξηράς ↩︎ - ζημιά (f.)
κακό αποτέλεσμα σε κάτι, όταν κάτι χαλάει ή καταστρέφεται ↩︎ - καλλιέργεια (f.)
το ότι βάζουμε φυτά στη γη για να πάρουμε προϊόντα, και τα ίδια τα χωράφια με τα φυτά ↩︎ - κίνδυνος (m.)
κατάσταση όπου μπορεί να συμβεί κάτι κακό ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Welche Probleme haben einige Dörfer nach dem Unwetter?
Question 2: Was unternehmen die Behörden als Reaktion auf die Stürme?
Lernwörter
| Griechisch | Deutsch |
|---|---|
| καταιγίδα (f.) | |
| ισχυρός | |
| πλημμύρα (f.) | |
| ζημιά (f.) | |
| καλλιέργεια (f.) | |
| κίνδυνος (m.) | |
Sie können schon etwas Griechisch?
Machen Sie unseren kostenlosen Einstufungstest und finden Sie in wenigen Minuten heraus, auf welchem Niveau Sie aktuell stehen. Der Test ist kurz, übersichtlich und hilft Ihnen, den passenden nächsten Lernschritt zu finden.
Die Meldung in voller Länge
Große Teile des westlichen und nördlichen Griechenlands werden erneut von heftigem Unwetter heimgesucht – nur wenige Tage, nachdem starke Stürme bereits schwere Schäden angerichtet haben. Nach Angaben des Griechischen Nationalen Wetterdienstes (EMY) sorgt ein neues, länger anhaltendes Tiefdruckgebiet landesweit für ergiebigen Regen, Gewitter und kräftige Südwinde. Am stärksten betroffen sind das Ionische Meer, Epirus und Makedonien.
Das neue Wettersystem trifft ein, während viele Gemeinden noch immer die Schäden der vorherigen Stürme beseitigen. In Epirus, einer der am härtesten getroffenen Regionen, sind Straßen, Brücken und Wasserleitungen bereits in Mitleidenschaft gezogen. Die örtlichen Behörden sprechen von „unermesslichen“ Schäden an Straßen- und Wassernetzen und warnen, dass der völlig durchnässte Boden das Risiko weiterer Überschwemmungen und Erdrutsche deutlich erhöht.
Im Berggebiet von Tzoumerka kam es in der Siedlung Sgara zu dramatischen Überschwemmungen, als der Kataraktinos-Fluss plötzlich anschwoll und Gegenstände sowie Infrastruktur entlang seines Laufs mitriss. Häuser wurden mit Schlamm gefüllt, manche Gebäude teilweise verschüttet, mehrere Wohnhäuser könnten nach den statischen Kontrollen als unbewohnbar gelten. Viele Bewohner sind vorübergehend bei Verwandten oder in Notunterkünften untergebracht.
Strom- und Wasserversorgung bleiben fragil. Teams des nationalen Stromnetzbetreibers arbeiten seit Tagen daran, Leitungen in abgelegenen Dörfern wiederherzustellen, von denen einige ohne Elektrizität und fließendes Wasser waren, während Häuser und Ackerflächen unter Wasser standen. Mancherorts ist die Zufahrt nur über schmale, provisorisch freigeräumte Pisten möglich, auf denen schweres Gerät Schlamm und Trümmer von eingestürzten Straßen weggeräumt hat.
Auf der Insel Korfu und den nahe gelegenen Diapontia-Inseln im nördlichen Ionischen Meer hat die vorangegangene Unwetterserie ebenfalls eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die kleine Insel Mathraki wurde von Stromausfällen, Erdrutschen und massenhaft umgestürzten Bäumen getroffen, darunter zahlreiche Zypressen. Eine küstentechnische Schutzanlage und Teile der Uferstraße wurden schwer beschädigt, mindestens ein Haus verlor Dutzende Dachziegel – möglicherweise durch einen lokalen Tornado.
Im Norden Korfus kam es in Orten wie Karousades und im Küstenort Arillas dazu, dass Schlamm und Treibgut in Häuser und Geschäfte drangen. Läden und Wohnhäuser in Strandnähe melden erhebliche Verluste an Ausstattung und Mobiliar. Abschnitte der Küstenstraße bleiben gesperrt; Ingenieure der Gemeinde Nordkorfu, der Region Ionische Inseln und des Ministeriums für die Klimakrise beginnen vor Ort mit Begehungen, um Schäden zu erfassen und Entschädigungen sowie Reparaturarbeiten vorzubereiten.
Der Bürgermeister von Nordkorfu, Giorgos Macheimaris, spricht von einer äußerst ernsten Lage. Rund 20 Gemeinden hätten Probleme mit Wasserversorgung, Strom, Verkehrsanbindung und vor allem mit der Sicherheit der Einwohner. Schulen und Kulturzentren in der Region bleiben vorsorglich geschlossen, während technische Teams weiter kontrollieren. Der Vizebürgermeister führt die jüngsten Erdrutsche zudem auch auf Abholzungen zu Beginn des Jahres zurück; eine offizielle Beschwerde sei eingereicht worden, die nun geprüft wird.

Weiter nördlich, in Kastoria in Westmakedonien, haben die starken Regenfälle gemischte Folgen. Fachleute erklären, dass der See von Kastoria innerhalb von vier Tagen um etwa 18 Zentimeter angestiegen sei – das entspricht mehr als 5 Millionen Kubikmetern Wasser. Für das angeschlagene Ökosystem des Sees nach einer Phase niedriger Pegelstände gilt dies als positiv. In der übrigen Region jedoch haben dieselben Niederschläge umfangreiche Überschwemmungen verursacht, vor allem auf Ackerflächen mit Bohnen, Kartoffeln und Apfelbäumen. Laut Behörden haben einige Landwirte ihre gesamte, noch nicht geerntete Produktion verloren.
Überflutungen haben zudem Pumpstationen und Wasseranlagen in Gebieten wie Nestorio und in Dörfern entlang des Aliakmon-Flusses in Mitleidenschaft gezogen. Wegen vorübergehender Verunreinigungsgefahr durch über die Ufer tretende Flüsse und beschädigte Dämme greifen Bewohner mancher Gemeinden statt Leitungswasser zu Flaschenwasser. Reparaturteams verstärken Flussufer und Hochwasserschutzanlagen und räumen umgestürzte Bäume und Treibgut aus Flüssen und Bächen. Kastoria wurde bis Februar 2026 in den Zivilschutz-Notstand versetzt, was schnellere Verfahren für Finanzierung und Wiederaufbau ermöglicht.
Die neue Unwetterlage sorgt in ganz Griechenland für Unruhe, weil Prognosen davon ausgehen, dass sich diese Schlechtwetterphase über mehrere Tage hinziehen wird. EMY und unabhängige Meteorologen warnen, dass zwar nicht jeder einzelne Sturm extrem ausfallen müsse, aber das aufsummierte Niederschlagsvolumen sehr hoch sein könne – insbesondere in Regionen, deren Böden bereits völlig gesättigt sind. Einige Fachleute sprechen von einem „P‑typischen“ Wetterregime, bei dem Fronten immer wieder dieselben Gebiete treffen und so die Hochwassergefahr stetig erhöhen.
Mehrere bekannte griechische Wetterexperten haben ausführliche Warnungen veröffentlicht. Der frühere EMY‑Direktor Theodoros Kolydas betont, dass anhaltender Regen vor allem Westgriechenland mit Epirus und den Ionischen Inseln sowie Ostmakedonien, Thrakien und die nordöstliche Ägäis stark treffen könne. Meteorologe Klearchos Marousakis bezeichnet die Woche als äußerst gefährlich wegen einer markanten Zyklonenbildung im Ionischen Meer – eines Prozesses, bei dem sich ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet bildet, das intensive Regenfälle und Gewitter bringt. Giorgos Tsatrafilias spricht von der Möglichkeit, dass binnen drei bis vier Tagen in manchen Regionen mehr als 150 bis 200 Tonnen Wasser pro Hektar niedergehen könnten, begleitet von Südwinden der Stärke 7 bis 8 auf der Beaufortskala und Schneefall nur in hohen Lagen.
Andere Meteorologen, darunter Giannis Kallianos und Nikoleta Ziakopoulou, nennen die Gebiete mit dem höchsten Risiko: die Ionischen Inseln (einschließlich Korfu, der Diapontia-Inseln und Paxoi), Epirus, der westliche und südliche Peloponnes, das westliche und zentrale Festland sowie im weiteren Verlauf Zentral‑ und Ostmakedonien, Thrakien, die nordöstlichen Ägäisinseln und der Dodekanes. Regen werde sich nach ihrer Einschätzung allmählich auf weite Teile des Landes ausbreiten, einschließlich der Regionen um Athen (Attika) und Thessaloniki, besonders ab Wochenmitte.
Laut der detaillierten EMY‑Vorhersage bringt der Dienstag kräftigen Regen und Gewitter vor allem im Nördlichen Ionischen Meer und an der Küste von Epirus. Am Mittwoch breitet sich das Unwetter auf Westgriechenland aus und erfasst anschließend Ostmakedonien und Thrakien. Donnerstag und Freitag dürften die kritischsten Tage werden, mit starkem Regen und heftigen Gewittern auf den Ionischen Inseln, in Epirus, im westlichen und zentralen Festland, auf dem Peloponnes, in großen Teilen Makedoniens und Thrakiens sowie anschließend in der Ostägäis und im Dodekanes. In den Bergen von Epirus und Makedonien ist mit zeitweiligem Schneefall zu rechnen. Eine Wetterberuhigung wird für den Westen am Samstag und für den Osten am Sonntag erwartet, insgesamt sollen die Temperaturen jedoch sinken, vor allem in den zentralen und nördlichen Landesteilen.
Für viele Sprachlernende und Beobachter außerhalb Griechenlands zeigen diese Ereignisse, wie Mittelmeerländer mit einer Kombination aus intensiven Regenfällen, komplexer Topografie und anfälliger Infrastruktur konfrontiert sein können. Die griechischen Behörden auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene konzentrieren sich auf Zivilschutz, Schadensaufnahme und langfristigen Hochwasserschutz, während die Bevölkerung in den betroffenen Regionen vorsichtig bleibt – im Wissen, dass neue Stürme auf bereits geschädigte Landschaften treffen.
Info: Lernnachrichten Griechisch ist ein Angebot von „Lernen wir Griechisch“, einer Sprachschule, in der wir uns auf die Vermittlung der neugriechischen Sprache spezialisiert haben. Ein Griechisch Kurs bei uns findet online statt und richtet sich an Lernende unterschiedlicher Niveaustufen.
Fortgeschritten: Berichte aus Griechenland
- Erneut langanhaltende, großflächige Regenfälle und Gewitter auf Korfu und in Ioannina (Zougla.gr)
- Wetter heute: Heftiger Regen und Gewitter über Ionischen Inseln und Epirus (Athens Voice)
- Wetter: Kräftige und anhaltende Regenfälle ab heute – Warnung für die bereits betroffenen Regionen (Newsit.gr)
- Neuer Eilmeldung der Wetterdienste: Südwinde bringen schwere Unwetter – auch in bereits betroffene Regionen (Protagon)


