Die Meldung auf Griechisch
- κέντρο (n.)
χώρος ή ίδρυμα όπου γίνονται συγκεκριμένες δραστηριότητες ή προσφέρονται υπηρεσίες ↩︎ - τοκετός (m.)
η διαδικασία κατά την οποία μια γυναίκα γεννάει παιδί ↩︎ - ιδρύτρια (f.)
γυναίκα που δημιουργεί, ξεκινά ή οργανώνει ένα ίδρυμα, έναν οργανισμό ή μια επιχείρηση ↩︎ - πρόβλημα (n.)
δύσκολη κατάσταση ή θέμα που χρειάζεται λύση ↩︎ - πρόγραμμα (n.)
σχέδιο ή οργανωμένη σειρά ενεργειών ή δραστηριοτήτων ↩︎ - σεβασμός (m.)
θετική στάση προς κάποιον, όταν τον εκτιμάμε και φερόμαστε προσεκτικά και ευγενικά ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Warum sagt die Gründerin, dass die Entscheidung, die Geburten zu stoppen, schwierig ist?
Question 2: Was hofft die Gründerin in Zukunft aufzubauen?
Lernwörter
| Griechisch | Deutsch |
|---|---|
| κέντρο (n.) | |
| τοκετός (m.) | |
| ιδρύτρια (f.) | |
| πρόβλημα (n.) | |
| πρόγραμμα (n.) | |
| σεβασμός (m.) | |
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Die Meldung in voller Länge
Die Gründerin von Griechenlands erstem unabhängigen Geburtshaus für natürliche Geburten, bekannt als The Birth Center, hat angekündigt, dass die Einrichtung ihre Angebote für natürliche Geburten vor Ort auf unbestimmte Zeit aussetzt. Das Zentrum, das in Griechenland als Ort für natürliche, von Hebammen geleitete Geburten außerhalb des klassischen Krankenhausbetriebs beworben wurde, war rund vier Jahre in Betrieb.
In einer auf Instagram veröffentlichten Videobotschaft sprach die Philanthropin Erietta Kourkoulou Latsi, die das Projekt ins Leben gerufen und finanziert hat, von einer „sehr schweren Entscheidung“. Sie erklärte, das Zentrum sei unter den derzeitigen Bedingungen im Land wirtschaftlich wie organisatorisch nicht mehr tragfähig. Laut ihrer Botschaft tritt die Organisation nun in eine Phase der Neuordnung und Neuausrichtung ein – sie werde also als Institution nicht vollständig aufgelöst.
Kourkoulou Latsi sagte, sie habe nach vier Jahren intensiver Arbeit und großen persönlichen Einsatzes gehofft, dem Projekt mehr Zeit zur Entwicklung geben zu können. Zugleich verwies sie auf nicht näher benannte interne Faktoren und strukturelle Probleme, die es aus ihrer Sicht unmöglich machten, Geburten in der bisherigen Form weiter anzubieten. Auf Details zu diesen internen Schwierigkeiten ging sie nicht ein; griechische Medien vermerken, dass weder konkrete Zahlen noch bestimmte regulatorische Hürden öffentlich genannt wurden.
In ihrer Erklärung übernahm die Gründerin zudem persönliche Verantwortung für das Ergebnis. Sie bezeichnete die Aussetzung der Geburtsangebote als ihr „persönliches Scheitern“ und entschuldigte sich bei den Frauen, die geplant hatten, in dem Zentrum zu entbinden. Sie räumte ein, dass diese werdenden Mütter ihre Geburtspläne nun umstellen und sich andere Einrichtungen suchen müssen – in der Regel klassische Entbindungskliniken.

Zugleich betonte Kourkoulou Latsi, die Entscheidung dürfe nicht als Scheitern des hebammenzentrierten Betreuungsmodells an sich missverstanden werden. Aus ihrer Sicht bestehe in der griechischen Gesellschaft ein großer Bedarf an einer respektvollen, frauenzentrierten Geburtshilfe; internationale Beispiele zeigten, dass entsprechende Modelle erfolgreich funktionieren können. Kommentatoren in griechischen Medien weisen darauf hin, dass diese Form der Versorgung, bei der Hebammen die normale, risikoarme Geburt maßgeblich begleiten, in Griechenland weiterhin selten ist – die meisten Kinder kommen in Krankenhäusern unter Aufsicht von Gynäkologen zur Welt.
Die Gründerin bekräftigte ihre Absicht, sich weiterhin für eine respektvolle, an den Bedürfnissen der Frauen orientierte Geburtshilfe einzusetzen und für eine breitere Anerkennung der Rechte und Wahlmöglichkeiten von Frauen unter der Geburt zu werben. Sie machte deutlich, dass sie – sofern Rahmenbedingungen und Kooperationen mit Institutionen dies zulassen – künftig gern ein ähnliches Projekt innerhalb eines Krankenhauses, ob öffentlich oder privat, aufbauen würde. Ein solches integriertes Modell könnte ihrer Einschätzung nach für das griechische Gesundheitssystem und die breite Öffentlichkeit leichter akzeptabel sein.
Reaktionen in griechischen Medien heben unterschiedliche Aspekte der Ankündigung hervor. Einige Berichte betonen die symbolische Bedeutung von The Birth Center als Pionierprojekt, das eine Alternative zur Klinikgeburt in Griechenland schaffen wollte. Andere lenken den Blick auf die praktischen Hürden beim Betrieb einer unabhängigen Geburtseinrichtung – von den Kosten über das Personal bis hin zum Umgang mit den Strukturen des staatlichen Gesundheits- und Versicherungssystems. Man ist sich weitgehend einig, dass die Entscheidung einen Rückschlag für dieses konkrete Vorhaben bedeutet; zugleich wird diskutiert, wie künftige Projekte stärker an bestehende Krankenhausstrukturen angebunden werden könnten.
Zum Schluss dankte Kourkoulou Latsi den Fachkräften und Familien, die das Zentrum von Anfang an unterstützt haben, sowie den Frauen, die seiner Idee vertrauten. Deren Unterstützung sei entscheidend dafür gewesen, dass das Projekt überhaupt möglich wurde – auch wenn es in seiner ursprünglichen Form nicht weitergeführt werde. Die Einstellung der Angebote von The Birth Center wird nun Teil einer breiteren öffentlichen Debatte in Griechenland über Geburtspraxis, Optionen in der Geburtshilfe und eine Reform des Gesundheitssystems.
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Fortgeschritten: Berichte aus Griechenland
- Erietta Kourkoulou: Schließt das Birth Center – das sind die Gründe (Athens Voice)
- Violanta: Der Moment der Explosion (Zougla.gr)


