Die Meldung auf Kroatisch
- inicijativa (f.)
skupina ljudi ili prijedlog kojim se nešto pokreće ili započinje neki posao ili akcija ↩︎ - održati
napraviti ili organizirati da se neki događaj ili sastanak dogodi ↩︎ - događaj (m.)
nešto što se dogodi, posebno nešto važno ili zanimljivo ↩︎ - pozornica (f.)
povišeni prostor u dvorani ili na otvorenom na kojem nastupaju glumci ili glazbenici ↩︎ - povorka (f.)
skupina ljudi koji se kreću zajedno u uređenom redu, obično zbog neke svečanosti ili prosvjeda ↩︎ - prostor (m.)
mjesto ili dio površine koji se može koristiti za neku namjenu ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Warum verweigerte die Stadt Zagreb der Gruppe Hod za život eine Bühne auf dem Ban-Jelačić-Platz?
Question 2: Welchen alternativen Ort schlug die Stadt für Konzert und Bühne anstelle des Ban-Jelačić-Platzes vor?
Lernwörter
| Kroatisch | Deutsch |
|---|---|
| inicijativa (f.) | |
| održati | |
| događaj (m.) | |
| pozornica (f.) | |
| povorka (f.) | |
| prostor (m.) | |
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Die Meldung in voller Länge
Die kroatische Initiative Hod za život (Marsch für das Leben) wirft Zagrebs Bürgermeister Tomislav Tomašević und der Stadtverwaltung vor, ihr die Genehmigung für eine Hauptbühne auf dem Ban-Josip-Jelačić-Platz, dem zentralen Platz der Hauptstadt, verweigert zu haben. Die Veranstaltung, mit der nach Angaben der Organisatoren der Schutz des Lebens von der Empfängnis an beworben werden soll, ist für den 9. Mai in Zagreb geplant – als Teil einer Reihe von Märschen in rund 20 kroatischen Städten.
Nach Angaben von Hod za život haben die Organisatoren am 20. Januar alle nötigen Genehmigungen bei den Stadtbehörden beantragt. Dazu gehörten die Erlaubnis, eine Bühne auf dem Hauptplatz aufzubauen, sowie eine temporäre Sperrung des Verkehrs entlang der Prozessionsroute am Veranstaltungstag. Die Initiative behauptet, die zuständige städtische Kommission tagte zwar wöchentlich, doch ihr Antrag sei immer wieder vertagt und nur sehr schleppend bearbeitet worden.
Die Organisatoren führen an, dass die Kommission zwischen Antragstellung und dem Beschluss, die Bühne zu untersagen, insgesamt acht Sitzungen abgehalten habe. Als die Stadt zusätzliche Informationen zum Programm und zur Liste der Mitwirkenden verlangte, habe man innerhalb von zwei Tagen geantwortet. Aus ihrer Sicht deuten die lange Verzögerung und die endgültige Absage darauf hin, dass die Stadtspitze versuche, ihnen den Zugang zu einem zentralen öffentlichen Ort zu erschweren.
Hod za život kritisiert außerdem ein aus ihrer Sicht „diskriminierendes Verbot“, die Fahnen der Initiative an städtischen Laternenmasten anzubringen. Man argumentiert, alle Einwohnerinnen und Einwohner Zagrebs zahlten die gleichen kommunalen Abgaben und müssten daher auch die gleichen Möglichkeiten zur Nutzung öffentlicher Flächen haben. Die Initiative wertet die Vorgänge als Versuch, den Raum für Freiheit und demokratische Meinungsäußerung in der Stadt einzuengen.

Die Stadt Zagreb weist die Vorwürfe von Diskriminierung oder gezielter Blockade hingegen entschieden zurück. Das Büro des Bürgermeisters erklärt, eine Genehmigung für die Nutzung des Ban-Josip-Jelačić-Platzes am 9. Mai könne nicht erteilt werden, weil der Platz an diesem Tag bereits für eine offizielle Feier zum Europatag reserviert sei. Diese Veranstaltung finde zur selben Zeit und am selben Ort statt, organisiert in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Kroatien und dem Außen- und Europaministerium.
Stadtvertreter betonen, diese bereits bestehende Zusage sei der Grund, weshalb der Platz zu diesem Zeitpunkt nicht einem weiteren Veranstalter überlassen werden könne. Man fügt hinzu, dass die temporäre Sperrung des Verkehrs für die Prozession des Marsch für das Leben bereits eine vorläufige Zustimmung erhalten habe und die formale Genehmigung derzeit vorbereitet werde. Die Stadt argumentiert, der Marsch als solcher werde damit nicht behindert, lediglich die Nutzung dieses spezifischen zentralen Platzes zu genau dieser Uhrzeit sei nicht möglich.
Außerdem verweist die Stadt Zagreb darauf, dass sich die Organisatoren an die öffentliche Einrichtung Priroda Grada Zagreba (Natur der Stadt Zagreb) gewandt haben, um eine alternative Bühne für Konzert und Auftritt zu beantragen – nämlich den Pavillon im nahe gelegenen Park Zrinjevac. Nach Darstellung der Stadt wartet die Einrichtung nun auf vollständige Unterlagen von Hod za život, bevor sie über die Nutzung des Pavillons für das geplante Programm entscheidet.
Während Hod za život die Behandlung ihres Antrags als Ausdruck politischen Drucks und einer Einschränkung ihrer Aktivitäten wertet, stellt die Stadtverwaltung den Vorgang als Frage einer logistischen Planung und Koordinierung öffentlicher Räume dar und verweist auf die bereits fest eingeplante Europatag-Feier. Während die Vorbereitungen für den Marsch in Zagreb weiterlaufen, hängen die endgültigen Entscheidungen über den genauen Ort von Bühne und Konzert weiterhin von weiteren Verwaltungsakten ab.
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Fortgeschritten: Berichte aus Kroatien
- „‘Hod za život‘ behauptet, dass Tomašević ihnen die Bühne am Hauptplatz verweigert hat – die Stadt Zagreb nimmt Stellung“ (Dnevnik.hr)
- Zagreb reagiert auf Kritik des „Marschs für das Leben“: „Den Platz konnten wir nicht genehmigen, dort findet der Europatag statt“ (Net.hr)
- „Hod za život: Tomašević verzögerte Sitzungen bewusst, damit wir keinen Platz erhielten“ (Index.hr)


