Die Meldung auf Polnisch
- formuła (f.)
sposób zorganizowania lub przeprowadzenia czegoś, np. egzaminu, zawodów ↩︎ - ustny
taki, który odbywa się w formie mówienia, a nie pisania ↩︎ - obowiązkowy
taki, który trzeba zrobić, nie można go pominąć ↩︎ - wybierać
zdecydować się na jedną lub kilka rzeczy spośród różnych możliwości ↩︎ - przedmiot (m.)
w szkole: dziedzina nauki, której się uczymy, np. matematyka, historia ↩︎ - rozszerzony
taki, który ma większy zakres materiału niż podstawowy ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Welche drei Fächer sind bei der Matura in Polen im Jahr 2026 Pflicht?
Question 2: Wann erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre Matura-Ergebnisse im Jahr 2026?
Lernwörter
| Polnisch | Deutsch |
|---|---|
| formuła (f.) | |
| ustny | |
| obowiązkowy | |
| wybierać | |
| przedmiot (m.) | |
| rozszerzony | |
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Die Meldung in voller Länge
Die polnischen Behörden haben den vollständigen Terminplan und die Regeln für die Matura 2026 veröffentlicht – jene landesweite Abschluss‑ und Hochschulzugangsprüfung, die Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe ablegen. Die Zentrale Prüfungskommission (Centralna Komisja Egzaminacyjna – CKE) hat außerdem die Termine für Nachschreib‑ und Zusatztermine bestätigt und erläutert, welche Gruppen von Prüflingen nach welchem Prüfungsformat abgelegt werden.
Auch 2026 wird die Matura in zwei parallelen Formaten durchgeführt: Formel 2023 und Formel 2015. Die meisten aktuellen Schüler an vierjährigen allgemeinbildenden Lyzeen (licea), fünfjährigen technischen Sekundarschulen (technika) sowie an berufsbildenden Schulen der zweiten Stufe legen die Prüfung nach der Formel 2023 ab. Absolventen älterer Schultypen – etwa der früheren dreijährigen Lyzeen oder vierjährigen Technika sowie diejenigen, die eine berufliche Schule im Anschluss an die frühere Unterstufe (gimnazjum) abgeschlossen haben – nutzen dagegen die Formel 2015, sofern sie die Matura neu ablegen oder wiederholen.
Die CKE rechnet 2026 mit rund 711.000 mündlichen Prüfungen und etwa 1,85 Millionen schriftlichen Prüfungen. Damit Schulen und Prüflinge die Versionen leichter unterscheiden können, sind Aufgabenhefte nach Formel 2023 mit violetten grafischen Elementen gekennzeichnet, während die Hefte der Formel 2015 in Orange gestaltet sind.
Die schriftliche Haupttermin‑Session 2026 beginnt am Montag, 4. Mai, um 9 Uhr mit Polnisch auf Grundniveau. Am 5. Mai folgt am Vormittag Mathematik auf Grundniveau, am Nachmittag stehen dann erweiterte Prüfungen in Kaschubisch, Lemko sowie in Latein mit antiker Kultur auf dem Programm. Am 6. Mai werden schriftliche Prüfungen auf Grundniveau in den wichtigsten modernen Fremdsprachen abgenommen – darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch und Ukrainisch. Zusätzlich werden an diesem Tag Fachprüfungen in Mathematik und Geografie angeboten, die für Absolventen zweisprachiger Schulen in der jeweiligen Fremdsprache erstellt sind.
In den darauffolgenden Tagen stehen zahlreiche Fächer auf erweitertem Niveau an. Dazu gehören unter anderem Englisch (7. Mai), Biologie und Philosophie (8. Mai), erweiterte Mathematik (11. Mai), Russisch (11. Mai), Gesellschaftskunde – wiedza o społeczeństwie (12. Mai), Deutsch (12. Mai), Chemie (13. Mai), Kunstgeschichte (13. Mai), Informatik (14. Mai) sowie Ukrainisch als Fremdsprache (14. Mai). Später im Monat folgen Geografie (15. Mai), Geschichte (18. Mai), Französisch (18. Mai), Physik (19. Mai), Spanisch (19. Mai), erweitertes Polnisch (20. Mai) und Italienisch (20. Mai). Hinzu kommen spezielle Termine für Sprachen nationaler Minderheiten sowie für naturwissenschaftliche Fächer, die von Absolventen zweisprachiger Schulen in einer Fremdsprache abgelegt werden.
Die mündlichen Prüfungen werden dezentral an den Schulen innerhalb landesweit festgelegter Zeitfenster organisiert. Die mündlichen Polnisch‑Prüfungen finden zwischen dem 8. und 30. Mai in den Schulen statt; die konkreten Tage legt jede schulische Prüfungskommission selbst fest. Im Zeitraum vom 7. bis 30. Mai (mit Ausnahme des 10., 17. und 24. Mai) nehmen die Schulen außerdem mündliche Prüfungen in modernen Fremdsprachen, Sprachen nationaler Minderheiten, Lemko und Kaschubisch ab. Die individuellen Termine für die einzelnen Prüflinge bestimmt jeweils die lokale Prüfungskommission.
Wie in den vergangenen Jahren muss jede Kandidatin und jeder Kandidat ein festes Bündel an Pflichtprüfungen ablegen. Dazu gehören drei schriftliche Prüfungen auf Grundniveau: Polnisch, Mathematik und eine moderne Fremdsprache. Hinzu kommen zwei verpflichtende mündliche Prüfungen: Polnisch sowie eine moderne Fremdsprache. Wer in der Sprache einer nationalen Minderheit unterrichtet wird, muss zusätzlich sowohl eine schriftliche als auch eine mündliche Prüfung in dieser Sprache ablegen.

Über diese Pflichtfächer hinaus muss jede und jeder mindestens eine zusätzliche schriftliche Prüfung auf erweitertem Niveau wählen. Dies kann eines der verfügbaren Fächer sein – etwa Mathematik, Polnisch oder eine Fremdsprache auf höherem Niveau, aber auch andere Disziplinen wie Biologie, Chemie, Physik, Geografie, Geschichte, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Informatik, Philosophie, Latein mit antiker Kultur, Sozialkunde oder Minderheiten‑ und Regionalsprachen. Insgesamt dürfen die Prüflinge bis zu sechs Fächer auf erweitertem Niveau ablegen: die eine verpflichtende Zusatzprüfung plus bis zu fünf weitere nach freier Wahl.
Zum Angebot der modernen Fremdsprachen zählen Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch. Nach Angaben der CKE ist das beliebteste erweiterte Fach unter den aktuellen Absolventen Englisch, gefolgt von Mathematik und anschließend Geografie. In den jüngsten Sessions wurde Ukrainisch sowohl als moderne Fremdsprache als auch – separat – als Sprache einer nationalen Minderheit in den Fächerkanon aufgenommen.
Für bestimmte Gruppen von Prüflingen sind Ausnahmen von den Prüfungspflichten vorgesehen. So kann ein Absolvent einer technischen Schule, der bereits ein berufliches Abschlusszeugnis auf Techniker‑Niveau besitzt, von der Pflicht zur zusätzlichen erweiterten Prüfung befreit werden – vorausgesetzt, er oder sie hat bis zu der im April festgelegten Frist einen entsprechenden schriftlichen Verzicht eingereicht. Eine weitere Sonderregel betrifft die Sieger und Finalisten von Facholympiaden: Wenn sie das Olympiadenfach als Matura‑Prüfungsfach angemeldet haben, erhalten sie für diese Prüfung automatisch 100 Prozent der Punkte und müssen nicht mehr antreten, sobald die Schule die Befreiung offiziell bestätigt hat.
In den vergangenen Jahren hat sich auch der inhaltliche Zuschnitt der Prüfungen verändert. Die aktuellen Abschlussjahrgänge werden auf Grundlage eines angepassten landesweiten Lehrplans geprüft. Nach der COVID‑19‑Pandemie ist Polen von befristeten „Prüfungsanforderungen“ zu einem überarbeiteten Kerncurriculum mit rund 20 Prozent weniger Stoff übergegangen. Die Abiturienten des Jahres 2026 gehören zu jener Gruppe, die bereits nach diesem verschlankten Curriculum geprüft wird – und nicht mehr nach den Notfallregeln aus der Hochphase der Pandemie.
Für Kandidatinnen und Kandidaten, die aus nachweisbaren gesundheitlichen oder persönlichen Gründen im Haupttermin nicht teilnehmen können, hat die CKE eine zusätzliche Matura‑Session vom 1. bis 16. Juni vorgesehen. In diesem Zeitraum finden die schriftlichen Prüfungen statt; das zusätzliche Zeitfenster für die mündlichen Prüfungen ist auf den 8. bis 10. Juni gelegt.
Die Ergebnisse der Matura 2026 werden am 8. Juli 2026 veröffentlicht. An diesem Tag gibt die CKE die landesweiten Statistiken bekannt, und die Prüflinge können ihre individuellen Resultate online abrufen. Um die Matura zu bestehen, müssen sie in jedem Pflichtfach auf Grundniveau mindestens 30 Prozent der möglichen Punkte erreichen. Für Fächer auf erweitertem Niveau gibt es keine Mindestbestehensgrenze; sie sind in erster Linie für die Hochschulzulassung entscheidend, nicht für das formale Bestehen der Gesamtprüfung.
Wer in einem Pflichtfach durchfällt, kann die offizielle Nachprüfung im August nutzen. 2026 sind die schriftlichen Nachprüfungen für den Montag, 24. August, um 9 Uhr angesetzt, die mündlichen Nachprüfungen für den Dienstag, 25. August. Einzelheiten zu den Prüfungsorten veröffentlichen die regionalen Prüfungskommissionen bis zum 10. August auf ihren Internetseiten. Prüflinge, die in mehr als einem Pflichtfach scheitern, müssen diese Teile der Prüfung in einem späteren Jahr erneut ablegen.
Die Session 2026 fällt in eine Phase, in der die Zahl der Matura‑Kandidaten deutlich höher ist als in den Vorjahren – eine Folge früherer Reformen, durch die das Einschulungsalter vorübergehend auf sechs Jahre gesenkt wurde. Zwar wurde diese Regelung später zurückgenommen, doch die Auswirkungen zeigen sich nun in der Größe der Abschlussjahrgänge. Neben den aktuellen Schulabgängern steht die Matura erneut auch ehemaligen Schülerinnen und Schülern offen, die versäumte Prüfungen nachholen, frühere Ergebnisse verbessern oder zusätzliche Fächer ablegen wollen, um ihre Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen.
Info: Lernnachrichten Polnisch ist ein Angebot von „Lernen wir Polnisch“, einer Sprachschule, die sich auf Polnisch als Fremdsprache spezialisiert hat. In diesem Rahmen bieten wir unter anderem Polnisch Privatunterricht sowie weitere Online-Kurse für unterschiedliche Niveaustufen an.


