Masern-Häufung in Podkarpackie schürt Sorgen um Impfquote

Lernnachrichten | 30.11.2025

Diese Ausgabe von Lernnachrichten Polnisch befasst sich mit einem Masernausbruch in Podkarpackie, erklärt, warum einige Patientinnen und Patienten im Krankenhaus behandelt werden mussten und was Expertinnen und Experten Ungeimpften dringend empfehlen, um sich selbst und andere zu schützen.

Masern-Häufung in Podkarpackie schürt Sorgen um Impfquote

Die Meldung auf Polnisch

Na Podkarpaciu stwierdzono1 ognisko2 odry. Choruje już kilkanaście osób, część trafiła do szpitala z powikłaniami3, na przykład zapaleniem4 płuc. Lekarze mówią, że odra jest bardzo zaraźliwa5. W Polsce spada poziom szczepień, dlatego specjaliści6 zachęcają wszystkie osoby bez szczepienia do szybkiej wizyty u lekarza.

  1. stwierdzić
    dojść do wniosku na podstawie faktów, oficjalnie ogłosić, że coś jest prawdą ↩︎
  2. ognisko  (n.)
    miejsce, w którym zaczyna się i rozwija jakiś proces, np. choroba; punkt skupienia czegoś ↩︎
  3. powikłanie  (n.)
    dodatkowe, zwykle niekorzystne skutki choroby lub leczenia, które pojawiają się oprócz głównych objawów ↩︎
  4. zapalenie  (n.)
    stan chorobowy części ciała, kiedy jest ona zaczerwieniona, obrzęknięta i często boli ↩︎
  5. zaraźliwy
    łatwo przenoszący się z jednej osoby na drugą, mówiąc o chorobie ↩︎
  6. specjalista  (m.)
    osoby, które mają dużą wiedzę i doświadczenie w jakiejś konkretnej dziedzinie ↩︎

Übersetzung

In der Woiwodschaft Karpatenvorland wurde ein Masernausbruch festgestellt. Bereits mehrere Personen sind erkrankt, einige von ihnen mussten wegen Komplikationen, zum Beispiel einer Lungenentzündung, ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ärztinnen und Ärzte sagen, dass Masern sehr ansteckend sind. In Polen sinkt die Impfquote, deshalb raten Fachleute allen nicht geimpften Personen, schnell eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.

Textverständnis

Question 1: Warum mussten einige an Masern erkrankte Menschen in Podkarpackie ins Krankenhaus?

Einige Betroffene mussten ins Krankenhaus, weil sie Komplikationen wie eine Lungenentzündung entwickelt hatten.

Question 2: Was raten Fachleute Menschen, die keinen Masernimpfschutz haben?

Sie raten allen Menschen ohne Masernimpfschutz, möglichst schnell ärztlichen Rat einzuholen und sich impfen zu lassen.

Lernwörter

PolnischDeutsch
stwierdzić feststellen
ognisko  (n.)Herd (z.B. Infektionsherd)
powikłanie  (n.)Komplikation
zapalenie  (n.)Entzündung
zaraźliwy ansteckend
specjalista  (m.)Spezialisten

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Die Meldung in voller Länge

Gesundheitsbehörden im Südosten Polens haben einen Cluster von Masernfällen in der Woiwodschaft Podkarpackie bestätigt – nahe der Grenze zur Ukraine und zur Slowakei. Der Fall sorgt landesweit für Aufmerksamkeit, weil die Masern-Impfquote in Polen sinkt. Fachleute warnen, das könne die weitere Ausbreitung der Krankheit begünstigen.

Nach Angaben der regionalen Gesundheitsinspektion wurden 11 bestätigte Masernfälle registriert, die alle zu einem Ausbruchsgeschehen gehören. Erste Infektionen wurden in den Landkreisen Rzeszów, Ropczyce-Sędziszów und Tarnobrzeg gemeldet. Spätere Informationen aus Krankenhäusern zeigten, dass auch der Landkreis Łańcut betroffen ist – damit sind mindestens vier Kreise in der Region involviert.

Ärzte vor Ort berichten, dass es bereits zu schweren Komplikationen gekommen ist. Ein Krankenhaus in Łańcut teilte mit, dass acht Patientinnen und Patienten stationär behandelt werden mussten; etwa die Hälfte von ihnen litt an einer masernbedingten Lungenentzündung – einer potenziell gefährlichen Komplikation, insbesondere für Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Die regionalen Gesundheitsdienste und die nationale Gesundheitsinspektion (Sanepid) haben eine umfassende epidemiologische Untersuchung eingeleitet. Sie umfasst, alle Kontaktpersonen der Infizierten zu ermitteln, die Orte möglicher Ansteckung nachzuvollziehen und potenziell Betroffene zu beraten, ihre Gesundheit aufmerksam zu beobachten. Wer keinen sicheren Immunschutz nachweisen kann, dem wird eine umgehende Impfung dringend empfohlen.

Hausärzte und Public-Health-Expertinnen warnen, dass schon eine kleine Zahl von Fällen auf ein größeres Problem hindeuten kann. Eine Fachärztin für Allgemeinmedizin sagte polnischen Medien, „kleine Ausbrüche reichen aus“, damit sich Masern weiter ausbreiten – vor allem, wenn das Virus auf Gruppen mit niedriger Immunität trifft.

Polen gehört derzeit zu den europäischen Ländern mit der niedrigsten Masern-Impfabdeckung. Der oberste Gesundheitsinspektor des Landes erklärt, die Alarmgrenze liege bei rund 90 Prozent Durchimpfung. Polen bewege sich nun von oben auf diesen Wert zu – die Herdenimmunität gerät damit ins Wanken. Praktisch bedeutet das: Das Virus findet leichter ungeimpfte oder ungeschützte Personen und kann häufiger Ausbrüche auslösen.

Seit 1991 sieht der nationale Impfkalender in Polen eine zweistufige Masernimpfung vor – als Mumps-Masern-Röteln-Kombinationsimpfung (MMR) im ersten und sechsten Lebensjahr. Fachleute weisen darauf hin, dass Menschen über 40 Jahre besonders gefährdet sein könnten, weil viele von ihnen dieses Schema mit zwei Dosen nicht erhalten haben. Schätzungen zufolge könnte bis zu jede sechste Person in dieser Altersgruppe anfällig für eine Maserninfektion sein.

Masern-Häufung in Podkarpackie schürt Sorgen um Impfquote
Masern-Häufung in Podkarpackie schürt Sorgen um Impfquote

Ärztinnen und Ärzte bezeichnen Masern als eine der ansteckendsten Viruskrankheiten überhaupt. Anders als bei manchen anderen Infektionen gibt es kein tierisches Reservoir – das Virus wird ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen in der Luft, wenn eine infizierte Person hustet, niest oder auch nur spricht. Das Virus kann mehrere Stunden in der Luft oder auf Oberflächen überdauern; eine Infektion ist also auch ohne direkten Kontakt möglich, etwa wenn jemand kurz nach einem Erkrankten einen geschlossenen Raum betritt.

Das Risiko steigt zusätzlich, weil Masernkranke bereits ansteckend sind, bevor der typische Hautausschlag sichtbar wird. In dieser frühen Phase ähneln die Beschwerden oft einer gewöhnlichen Erkältung oder Grippe. Weder die Betroffenen noch ihr Umfeld erkennen dann meist, dass es sich in Wahrheit um Masern handelt.

Zu den frühen Symptomen gehören typischerweise hohes Fieber, Husten, Schnupfen, gerötete und schmerzende Augen (Bindehautentzündung) sowie starke Lichtempfindlichkeit. Nach einigen Tagen tritt meist ein fleckiger, leicht erhabener Hautausschlag auf, der im Gesicht beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Wenn der Ausschlag sichtbar wird, ist die Infektion in der Regel bereits weit fortgeschritten.

Mediziner betonen, dass Masern keine harmlose Kinderkrankheit sind. Zu den möglichen Komplikationen zählen Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, schwere Durchfälle mit Austrocknung, zusätzliche bakterielle Infektionen, die eine Antibiotikatherapie erfordern, sowie Hirnentzündung (Enzephalitis). In sehr seltenen Fällen entwickeln Betroffene Jahre nach der eigentlichen Infektion eine subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) – eine tödlich verlaufende, degenerative Erkrankung des Gehirns. Weltweit führen Masern weiterhin zu Todesfällen, vor allem bei kleinen Kindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Es gibt kein antivirales Medikament, das Masern heilen kann. Die Behandlung beschränkt sich darauf, Symptome zu lindern und Komplikationen zu beherrschen. Umso stärker heben Gesundheitsbehörden hervor, dass Vorbeugung durch Impfung das entscheidende Instrument ist. Sanepid verweist darauf, dass zwei Dosen Masernimpfstoff mindestens 95 Prozent der Geimpften schützen und das Risiko schwerer Verläufe – einschließlich neurologischer Komplikationen – deutlich senken.

Als Reaktion auf den aktuellen Ausbruch in Podkarpackie rufen die Gesundheitsbehörden die Bevölkerung dazu auf, ihren Impfstatus zu überprüfen – insbesondere, wenn unklar ist, ob beide Dosen verabreicht wurden. Erwachsene können sich in jedem Alter impfen lassen. Besonders empfohlen wird dies Personen, die Kontakt zu einem Masernfall hatten oder eine Reise in Regionen mit höherer Masernaktivität planen.

Für die Allgemeinbevölkerung empfiehlt Sanepid während der erhöhten Fallzahlen mehrere einfache Schutzmaßnahmen: Menschenmengen möglichst meiden, beim Kranksein Mund und Nase bedecken, auf sorgfältige Handhygiene achten und ärztlichen Rat zum eigenen Impfschutz einholen. Behörden und Fachleute sind sich einig: Erst das Zusammenspiel solcher Verhaltensregeln mit einer hohen Impfquote kann verhindern, dass lokale Ausbrüche in eine größere Epidemie umschlagen.

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