Lange Schlangen an kroatischen Tankstellen vor Preissprung

Lernnachrichten | 24.03.2026

Die heutige Ausgabe von Lernnachrichten Kroatisch dreht sich um steigende Spritpreise, lange Schlangen an den Tankstellen, Maßnahmen der Regierung und eine Kraftstoffsorte, deren Verteuerung Menschen an Land und auf See besonders hart trifft.

Lange Schlangen an kroatischen Tankstellen vor Preissprung

Die Meldung auf Kroatisch

U Hrvatskoj jako raste cijena goriva. Ljudi stoje u dugim redovima na benzinskim crpkama1 i žele natočiti gorivo prije poskupljenja2. Vlada pokušava malo smanjiti3 rast cijena. Poskupljuju4 benzin, dizel i posebno plavi dizel, što je veliki problem za poljoprivrednike5 i ribare6.

  1. crpka  (f.)
    uređaj kojim se tekućina (npr. gorivo ili voda) iz jednog mjesta prenosi na drugo, obično pomoću tlaka ↩︎
  2. poskupljenje  (n.)
    situacija ili proces u kojem nešto postaje skuplje, povećanje cijene ↩︎
  3. smanjiti
    učiniti nešto manjim po količini, broju ili jačini ↩︎
  4. poskupjeti
    postajati skuplji, rasti u cijeni ↩︎
  5. poljoprivrednik  (m.)
    osoba koja radi na zemlji i uzgaja biljke ili životinje za hranu ili prodaju ↩︎
  6. ribar  (m.)
    osoba koja lovi ribu, kao posao ili hobi ↩︎

Übersetzung

In Kroatien steigen die Kraftstoffpreise stark an. Die Menschen stehen in langen Schlangen an den Tankstellen und wollen noch vor der Preiserhöhung tanken. Die Regierung versucht, den Anstieg der Preise etwas zu bremsen. Benzin, Diesel und besonders der sogenannte „blaue Diesel“ werden teurer, was ein großes Problem für Landwirte und Fischer darstellt.

Textverständnis

Question 1: Warum stehen die Menschen in Kroatien in langen Schlangen an den Tankstellen?

Weil sie noch vor dem Preisanstieg tanken wollen.

Question 2: Warum ist der Preisanstieg beim blauen Diesel ein großes Problem?

Weil blauer Diesel von Landwirten und Fischern genutzt wird und der höhere Preis ihre Arbeit deutlich schwieriger und teurer macht.

Lernwörter

KroatischDeutsch
crpka  (f.)Pumpe
poskupljenje  (n.)Verteuerung
smanjiti verringern
poskupjeti teurer werden
poljoprivrednik  (m.)Landwirt
ribar  (m.)Fischer

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Die Meldung in voller Länge

Am Vorabend eines deutlichen Anstiegs der Kraftstoffpreise in Kroatien haben sich an den Tankstellen im ganzen Land lange Schlangen gebildet. Viele Autofahrer wollten ihre Tanks noch schnell füllen, bevor die neuen Tarife um Mitternacht in Kraft traten.

Nach Berichten kroatischer Medien herrschte an vielen Stationen regelrechter Andrang. Autos stauten sich bis weit in die umliegenden Straßen, die Fahrer mussten teils lange warten, bis sie an die Zapfsäulen kamen. Sie hofften, beim Volltanken noch bis zu rund zehn Euro zu sparen, solange die alten Preise galten.

Die kroatische Regierung hatte zuvor angekündigt, dass es trotz staatlicher Eingriffe zu einer spürbaren Verteuerung von Benzin und Diesel kommen werde. Das Kabinett beschloss, die Verbrauchsteuern zu senken und die Handelsspannen im Einzelverkauf zu begrenzen, um die Belastung der Bürger etwas abzufedern. Regierungsvertreter betonten, ohne diese Maßnahmen wäre der Preissprung noch deutlich heftiger ausgefallen.

Seit Mitternacht stieg der Preis für Eurosuper 95 von etwa 1,50 Euro auf rund 1,62 Euro pro Liter. Eurodiesel verteuerte sich von ungefähr 1,55 Euro auf etwa 1,73 Euro je Liter. Am stärksten traf es den „blauen Diesel“, einen subventionierten Kraftstoff vor allem für Landwirte und Fischer: Hier kletterte der Preis von rund 0,89 Euro auf 1,19 Euro pro Liter. Dieser Anstieg wird in örtlichen Berichten als besonders problematisch für diese Branchen beschrieben, die im Alltag in hohem Maß auf Treibstoff angewiesen sind.

Lange Schlangen an kroatischen Tankstellen vor Preissprung
Lange Schlangen an kroatischen Tankstellen vor Preissprung

Der kroatische Premierminister Andrej Plenković erklärte, das Land sehe sich einem „aggressiven und starken Anstieg“ der Ölpreise auf den Weltmärkten gegenüber. Hauptursache sei vor allem die Instabilität im Nahen Osten, die Lage sei eine strukturelle Krise und ein äußerer Schock, der Kroatien wie auch andere europäische Staaten vor große Probleme stelle. Nach Darstellung der Regierung reagiert Kroatien mit seinen begrenzten nationalen Mitteln auf ein Problem, das im Wesentlichen von außen hereingetragen wird.

Fernsehbilder und Online-Videos aus verschiedenen Städten zeigten geordnete, aber sehr lange Schlangen vor den Tankstellen. In dem Wissen, dass der Sprit am nächsten Tag deutlich teurer sein würde, nahmen viele die Wartezeiten offenbar gelassen in Kauf. Mehrere Berichte hoben außerdem hervor, dass die regulierten Preise nicht für Autobahntankstellen gelten, wo Kraftstoff ohnehin meist teurer ist – Vielfahrer und Fernreisende könnten die Erhöhung daher noch stärker zu spüren bekommen.

Neben den konkreten Preisänderungen und den Erklärungen der Regierung lenkten kroatische Medien den Blick auch auf den größeren wirtschaftlichen Rahmen. Die höheren Spritkosten dürften Transport und Produktion verteuern und damit möglicherweise auch die Preise anderer Waren und Dienstleistungen beeinflussen. Besonders landwirtschaftliche Betriebe und die Fischerei könnten durch den Preissprung beim blauen Diesel mit steigenden laufenden Kosten konfrontiert werden.

Bislang zeigt sich die öffentliche Reaktion in den Medien vor allem in praktischen Reaktionen wie dem vorgezogenen Tanken oder veränderten Reiseplänen. Teilweise ist von Sorge in der Bevölkerung über die langfristigen Folgen die Rede, falls die Ölpreise weltweit hoch bleiben; ausführliche politische Grundsatzdebatten oder scharfe Stellungnahmen der Opposition spielten in der ersten Berichterstattung jedoch eine geringere Rolle.

Die Entwicklung macht deutlich, wie Verwerfungen auf den globalen Energiemärkten den Alltag in einem vergleichsweise kleinen EU-Mitgliedstaat wie Kroatien rasch beeinflussen können. Während die Regierung darauf pocht, ihre Maßnahmen hätten das Ausmaß der Verteuerung begrenzt, rüsten sich die Verbraucher und Schlüsselbranchen wie die Landwirtschaft nun für eine Phase höherer Spritkosten – mit möglichen Folgewirkungen für die gesamte Wirtschaft.

Info: Lernnachrichten Kroatisch ist ein Angebot von „Lernen wir Kroatisch“, einer Sprachschule für Kroatisch, in der wir den Kroatisch Kurs online als flexible Lernform anbieten. Wir sind auf das Erlernen der kroatischen Sprache spezialisiert und stellen verschiedene Online-Kurse zur Verfügung, die systematisch aufeinander aufbauen.


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