Die Meldung auf Kroatisch
- predsjednik (m.)
osoba koja je na čelu države, organizacije ili udruge i predstavlja je ↩︎ - premijer (m.)
šef vlade u nekoj državi ↩︎ - nesigurnost (f.)
stanje u kojem nema osjećaja sigurnosti, stabilnosti ili povjerenja ↩︎ - dijalog (m.)
razgovor dviju ili više strana radi razmjene mišljenja ili rješavanja problema ↩︎ - solidarnost (f.)
međusobna podrška i osjećaj zajedništva s drugima, posebno u teškim situacijama ↩︎ - vjernik (m.)
osobe koje vjeruju u Boga ili slijede neku religiju ↩︎ - predsjednik (m.)
osoba koja vodi neku državu, organizaciju ili skupinu ljudi ↩︎ - premijer (m.)
šef ili predsjednik vlade neke države ↩︎ - Sabor (m.)
hrvatski državni parlament, skupština izabranih predstavnika građana ↩︎ - nesigurnost (f.)
stanje u kojem nema sigurnosti, kada se ne zna što će se dogoditi i ljudi se mogu osjećati ugroženo ↩︎ - solidarnost (f.)
držanje ljudi koji se međusobno podupiru i pomažu, osobito u teškim situacijama ↩︎ - vjernik (m.)
osobe koje vjeruju u Boga ili neku religiju i žive prema toj vjeri ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Über welche zentralen Themen sprechen die kroatischen Führungspersönlichkeiten in ihren Osterbotschaften in diesen schwierigen Zeiten?
Question 2: Wozu rufen die politischen Führungskräfte die Menschen in ihren Osterbotschaften im Umgang mit anderen auf?
Lernwörter
| Kroatisch | Deutsch |
|---|---|
| predsjednik (m.) | |
| premijer (m.) | |
| nesigurnost (f.) | |
| dijalog (m.) | |
| solidarnost (f.) | |
| vjernik (m.) | |
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Die Meldung in voller Länge
Die ranghöchsten Vertreter der Republik Kroatien haben ihre Osterbotschaften genutzt, um ihre Sorge über die aktuelle weltpolitische Lage zu unterstreichen – und zugleich zu Frieden, Solidarität und Fürsorge für besonders verletzliche Menschen aufzurufen. Ihre Erklärungen richteten sich in erster Linie an katholische Gläubige und alle, die Ostern nach dem gregorianischen Kalender feiern – sowohl in Kroatien selbst als auch in der kroatischen Diaspora.
Der kroatische Präsident Zoran Milanović beschrieb Ostern als ein Fest, das in eine Zeit falle, in der über weiten Teilen der Welt eine „Dunkelheit“ zu liegen scheine. Die vertraute Welt, so Milanović, erscheine als rasant aus den Fugen geraten, geprägt von Unsicherheit, Kriegen und Ungewissheit. Viele Bürgerinnen und Bürger blickten daher mit Angst auf eine noch dunklere Zukunft, weil vernünftiger Dialog immer häufiger roher Gewalt und Drohungen weiche.
Gerade in diesem Kontext sei es besonders wichtig, so Milanović, den Glauben an den Sieg des Lichts über die Finsternis zu stärken und die Hoffnung auf einen Neuanfang wachzuhalten – Gedanken, die er mit den überlieferten christlichen Osterbotschaften verknüpfte. Für ihn gilt: Frieden statt Gewalt, Vergebung statt Rache und Hoffnung statt Angst zu vertreten, sei nicht nur Aufgabe kirchlicher Autoritäten, sondern ebenso eine Pflicht der demokratisch gewählten, weltlichen Verantwortungsträger.
Milanović betonte, die vorrangige Aufgabe politischer Führung bestehe darin, für den Frieden und die Sicherheit jener Menschen zu sorgen, die ihnen ihre Stimme und ihr Vertrauen gegeben hätten. Er sei überzeugt, dass die Kroatinnen und Kroaten sich für sich und ihre Kinder ein friedliches und sicheres Leben wünschten – und ein Kroatien, das nicht noch einmal Krieg und massenhaftes Leid erleben müsse. Deshalb rief er Staat und Bürger gleichermaßen dazu auf, in ihren Beziehungen zu anderen Verständnis zu suchen und den Dialog zu pflegen – als einzigen Ausweg aus der gegenwärtigen Dunkelheit.
Der Präsident unterstrich außerdem, dass Kroatien nicht schweigen könne angesichts des Leidens der Menschen in den Kriegsgebieten weltweit – und ebenso wenig gegenüber den Ungerechtigkeiten und Härten, mit denen viele in der kroatischen Gesellschaft zu kämpfen hätten. Es reiche jedoch nicht, nur über diese Probleme zu reden; die Sorge um andere Menschen müsse sich in konkreten Taten niederschlagen, die Hoffnung geben und ermutigen. Wo die Würde des Menschen und echte Menschlichkeit im Mittelpunkt stünden, so Milanović, dort würden Leben und Humanität sich durchsetzen – Werte, die er sowohl im christlichen Glauben als auch in den säkularen Leitprinzipien wiederfand, an denen sich das kroatische Gemeinwesen orientieren wolle.
Ministerpräsident Andrej Plenković nahm in einem eigenen Ostergruß ebenfalls Bezug auf das internationale Umfeld. Kroatien sehe sich einer Reihe von globalen und sicherheitspolitischen Herausforderungen ausgesetzt, die den Alltag der Bürger unmittelbar beeinflussten. Die Regierung, so Plenković, werde sich weiter dafür einsetzen, den Frieden in der Welt und demokratische Werte zu stärken und zugleich die soziale Kohäsion sowie den Lebensstandard der Bevölkerung und die Leistungsfähigkeit der nationalen Wirtschaft zu schützen.

Ostern mahne die Menschen, betonte Plenković, Gutes zu tun, gegenseitigen Respekt und Verständnis zu fördern und die Solidarität zu stärken – insbesondere gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft. Besonderen Dank sprach er den Angehörigen der Streitkräfte, der Polizei, dem medizinischen Personal und den Einsatz- und Rettungsdiensten aus, von denen viele die Feiertage fernab ihrer Familien verbrächten, um die Sicherheit und Gesundheit des Landes zu schützen. Die Bürgerinnen und Bürger lud er ein, Ostern im Kreis der Familie und der Nahestehenden in einer Atmosphäre von Frieden, Zusammenhalt und Freude zu begehen.
Während der Präsident nachdrücklich auf die moralische Verantwortung von politischen Akteuren und Bürgern in einer von Konflikten gezeichneten Welt abhob, rückte der Ministerpräsident stärker die Rolle des Staates und seiner Institutionen bei der Bewältigung globaler Risiken in den Vordergrund. Einig waren sich beide darin, Ostern als Anlass zu sehen, über Frieden, Menschenwürde und gegenseitige Unterstützung nachzudenken. Ihre Botschaften mündeten in einen gemeinsamen Appell zu Dialog und praktischer Hilfe für Bedürftige – wenn auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln: hier stärker ethisch-symbolisch, dort eher institutionell und politisch-programmatisch.
Auch der Präsident des kroatischen Parlaments, Gordan Jandroković, wandte sich mit einer Osteransprache an die Öffentlichkeit, in der er sich vor allem auf die religiöse Bedeutung des Festes und ihre Folgen für den Alltag konzentrierte. Ostern sei der Moment, in dem Christus den Tod überwindet – das zentrale Glaubensgeheimnis des Christentums und eine grundlegende Sinnquelle für die Gläubigen. Das Opfer Jesu am Kreuz sei ein eindrucksvolles Beispiel bedingungsloser Liebe und hingebungsvoller Zuwendung zu anderen.
Dieses Beispiel, so Jandroković, rufe die Gläubigen dazu auf, den Wert von Dienst am Nächsten, gelebter Solidarität und der Bereitschaft zu persönlichem Verzicht zu erkennen. Gerade an den Feiertagen solle man jene nicht vergessen, die besonders hilfsbedürftig, verletzlich, einsam oder mutlos seien. Das Osterfest bringe Freude und Verantwortung zugleich mit sich: Es solle dazu anspornen, aktiver zum Gemeinwohl beizutragen, eine verbindende Kraft in der Gesellschaft zu sein und die christlichen Werte im Alltag glaubwürdig zu leben.
Nach Auffassung des Parlamentspräsidenten ist Ostern eine dauerhafte Quelle von Kraft und Inspiration, gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen und Ängste. Er äußerte die Hoffnung, die österliche Botschaft der christlichen Hoffnung möge die Häuser in ganz Kroatien mit Segen, Frieden und gefestigtem Glauben erfüllen – und die Menschen ermutigen, einander mit Zuspruch und tatkräftiger Hilfe beizustehen.
Insgesamt zeigen die Ostergrüße von Präsident, Ministerpräsident und Parlamentspräsident, wie die politische Führung Kroatiens einen der wichtigsten christlichen Feiertage mit aktuellen gesellschaftlichen und internationalen Fragen verknüpft. Für Beobachter außerhalb des Landes eröffnen diese Botschaften einen Einblick, wie öffentliche Persönlichkeiten in einem überwiegend römisch-katholischen Land religiöse Anlässe nutzen, um über Krieg, Sicherheit, sozialen Zusammenhalt und moralische Verantwortung zu sprechen – und dabei sowohl die Gläubigen als auch die breitere Öffentlichkeit anzusprechen.
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