Kroatien erhöht Spritpreise und verlängert gleichzeitig Steuersenkungen

Lernnachrichten | 07.04.2026

Heute geht es bei Lernnachrichten Kroatisch um steigende Spritpreise, einen kleinen Rückgang bei einer Energieart und die Begründung der Regierung für ihre jüngsten Entscheidungen, die Verbraucher und Landwirte betreffen.

Kroatien erhöht Spritpreise und verlängert gleichzeitig Steuersenkungen

Die Meldung auf Kroatisch

U Hrvatskoj rastu cijene benzina, dizela i plavog7 dizela za iduća dva tjedna. Vlada kaže da želi zaštititi potrošače i poljoprivrednike. Cijena plina za boce i spremnike8 malo pada5. Država ima ograničen utjecaj9 jer cijene ovise10 o svjetskoj situaciji11 i pravilima12 Europske unije.

  1. poljoprivreda  (f.)
    Djelatnost uzgoja biljaka i životinja radi proizvodnje hrane i sirovina na zemljištu. ↩︎
  2. štititi
    Čuvati nekoga ili nešto od opasnosti, štete ili nepravde. ↩︎
  3. smanjiti
    Učiniti da nešto postane manje po količini, veličini ili jačini. ↩︎
  4. porez  (m.)
    Novac koji građani i tvrtke moraju plaćati državi. ↩︎
  5. padati
    Kretati se prema dolje, postajati manji po vrijednosti, količini ili razini. ↩︎
  6. sukob  (m.)
    Situacija u kojoj se dvije ili više strana snažno ne slažu ili se bore jedna protiv druge. ↩︎
  7. plavi
    koji ima boju kao nebo po vedrom danu ili kao more; u kontekstu goriva označuje posebno, subvencionirano dizelsko gorivo ↩︎
  8. spremnik  (m.)
    posuda ili zatvoren prostor u koji se nešto stavlja, pohranjuje ili u kojem se nešto čuva ↩︎
  9. utjecaj  (m.)
    mogućnost da se svojim djelovanjem promijeni tuđe mišljenje, ponašanje ili neki događaj ↩︎
  10. ovisiti
    biti određen ili uvjetovan nečim; ne moći se dogoditi bez nečega drugoga ↩︎
  11. situacija  (f.)
    stanje u kojem se nešto nalazi u određenom trenutku; okolnosti oko nekog događaja ↩︎
  12. pravilo  (n.)
    određena uputa ili dogovoreno načelo koje govori kako se treba ponašati ili što se smije, a što ne smije raditi ↩︎

Übersetzung

In Kroatien steigen in den nächsten zwei Wochen die Preise für Benzin, Diesel und den sogenannten „blauen Diesel“. Die Regierung sagt, sie wolle die Verbraucher und die Landwirte schützen. Der Preis für Gas in Flaschen und Tanks sinkt leicht. Der Staat hat nur begrenzten Einfluss, weil die Preise von der weltweiten Lage und von den Regeln der Europäischen Union abhängen.

Textverständnis

Question 1: Welche Kraftstoffpreise in Kroatien werden laut Text in den nächsten zwei Wochen steigen?

Die Preise für Benzin, Diesel und blauen Diesel werden in den nächsten zwei Wochen steigen.

Question 2: Warum sagt die Regierung, dass sie diese Schritte bei Spritpreisen und Steuersenkungen unternimmt?

Die Regierung erklärt, sie wolle Verbraucher und Landwirte schützen.

Lernwörter

KroatischDeutsch
poljoprivreda  (f.)die Landwirtschaft
štititi schützen
smanjiti verringern
porez  (m.)die Steuer
padati fallen
sukob  (m.)der Konflikt

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Die Meldung in voller Länge

Kroatien hat neue Spritpreise für die kommenden zwei Wochen angekündigt. Zugleich betont die Regierung, sie versuche weiterhin, Verbraucher vor noch höheren Kosten zu bewahren, die vor allem auf internationale Spannungen zurückgehen.

Ab Dienstag steigt der Preis für normales Benzin um 0,04 Euro pro Liter auf 1,66 Euro, der Preis für Diesel erhöht sich um 0,12 Euro pro Liter auf 1,85 Euro. Der speziell subventionierte Kraftstoff, der vor allem in Landwirtschaft und Fischerei eingesetzt wird und auf Kroatisch „plavi dizel“ (blauer Diesel) heißt, verteuert sich um 0,17 Euro auf 1,36 Euro pro Liter.

Während flüssige Kraftstoffe teurer werden, sinkt der Preis für Flüssiggas (LPG) leicht. Gas aus großen Tanks kostet künftig 1,94 Euro pro Kilogramm, also 0,05 Euro weniger, und Gas in Flaschen verbilligt sich um 0,06 Euro auf 2,51 Euro pro Kilogramm.

Die Regierung beschloss die Änderungen in einer telefonischen Kabinettssitzung. Nach Darstellung der Verantwortlichen ist der Schritt Teil einer fortlaufenden Politik, Verbrauchsteuern zu senken (Sondersteuern auf Kraftstoffe) und Höchstverkaufspreise für Mineralölprodukte festzulegen. Diese Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und gelten derzeit für zwei Wochen, bis zum 20. April.

Die Minister führen die jüngsten Erhöhungen vor allem auf äußere Faktoren zurück, insbesondere auf die Energiekrise im Zusammenhang mit dem Konflikt unter Beteiligung des Iran und die teilweise Blockade der Straße von Hormus. Durch diese enge Seestraße wird ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels sowie der Transport wichtiger Metalle wie Aluminium abgewickelt. Kroatien habe als kleiner Importeur nur begrenzten Einfluss auf solche globalen Entwicklungen, heißt es.

Die Ministerin für Umwelt und grüne Transformation, Marija Vučković, erklärte, ohne staatliche Eingriffe lägen die Preise an der Zapfsäule noch höher. Regierungsberechnungen zufolge hätte ein vollständig freier Markt – ohne befristete Begrenzung der Unternehmensmargen und ohne reduzierte Verbrauchsteuern – zu einem Benzinpreis von rund 1,76 Euro pro Liter, einem Dieselpreis von etwa 2,06 Euro und einem Preis für blauen Diesel von etwa 1,42 Euro geführt. Auch LPG für Tanks und Flaschen wäre dann spürbar teurer.

Beim blauen Diesel, der für kroatische Landwirte und Fischer besonders wichtig ist, verwies die Ministerin darauf, dass auf dieses Produkt keine Verbrauchsteuer erhoben wird – der Staat also weniger Spielraum hat als bei normalen Kraftstoffen. Nach ihren Angaben enthält der aktuelle Preis dennoch einen geringeren Aufschlag, als sich aus der üblichen Preisformel ergeben würde. Das wertet sie als Beleg dafür, dass die Regierung dort eingreift, wo sie kann.

Kroatien erhöht Spritpreise und verlängert gleichzeitig Steuersenkungen
Kroatien erhöht Spritpreise und verlängert gleichzeitig Steuersenkungen

Die Behörden betonen, ihre Prioritäten seien, Energie möglichst bezahlbar zu halten und zugleich die Versorgungssicherheit in einer Phase globaler Unsicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig verweisen sie auf Vorgaben der Europäischen Union zu Mindeststeuersätzen und auf die Gewinnmargen der Mineralölhändler – beides begrenze den Handlungsspielraum nationaler Maßnahmen.

Kleine und mittelgroße Tankstellenbetreiber warnen, dass einzelne Stationen, vor allem unabhängige, schließen könnten, weil regulierte Preise und begrenzte Margen ihr Geschäft weniger rentabel machten. Ministerin Vučković entgegnete, die Regierung habe die Branche bereits in ihr zehntes Paket von Krisenmaßnahmen aufgenommen und setze auf einen fortlaufenden sozialen Dialog sowie auf mögliche weitere Schritte. Konkrete Details zu künftigen Unterstützungen nannte sie allerdings nicht.

Journalisten sprachen zudem die Sorge an, Touristen könnten in der Sommersaison von subventioniertem Kraftstoff profitieren. Die Ministerin erklärte, Kroatien habe einen Unterschied zwischen Preisen an den Autobahnen und jenen an anderen Tankstellen eingeführt, nannte jedoch keine genauen Zahlen. Ziel sei es, die Unterstützung für Einwohner und heimische Unternehmen mit der Realität einer stark vom Tourismus abhängigen Wirtschaft in Einklang zu bringen.

Auf die Frage, ob Kroatien bald bei 2 Euro pro Liter ankommen und damit näher an einigen europäischen Durchschnittswerten liegen könnte, sagte Vučković, Prognosen seien angesichts des „sehr schwierigen“ geopolitischen Umfelds und laufender Konflikte kaum möglich. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklungen ließen sich nicht abrupt stoppen, so die Ministerin. Die Regierung kombiniere daher kurzfristige Entlastungen mit Maßnahmen zur langfristigen Krisenfestigkeit, die sich an Haushalte, Industrie und Dienstleistungssektor richten.

Neben Energie verwies die Ministerin auf weitergehende Risiken für Landwirtschaft und Bauwirtschaft. Sie nannte mögliche Störungen auf den Märkten für Erdgas, Ammoniak und Stickstoffdünger sowie bei Metallen, die über die Straße von Hormus verschifft werden. All dies könne Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion, die Baukosten und andere Bereiche der kroatischen Wirtschaft haben.

Zur Frage einer Senkung der Mehrwertsteuer (MwSt.) auf Kraftstoffe sieht die Regierung derzeit keinen Anlass, den Satz zu verändern. Zugleich bestätigte Vučković, dass es auf Ebene der europäischen Verbrauchsteuern noch „etwas Spielraum“ für mögliche weitere Senkungen gebe. Darüber berieten derzeit die Finanzminister der EU. Kroatien liege allerdings schon nahe an der von der EU erlaubten Mindestschwelle für Dieselsteuern, fügte sie hinzu.

Verschiedene kroatische Medien setzen unterschiedliche Akzente: Manche betonen vor allem die Belastung für Autofahrer und insbesondere für Nutzer von blauem Diesel, andere heben die Grenzen der Regierungspolitik unter EU-Recht hervor. Regierungsvertreter wiederum unterstreichen, dass die Preise trotz der jüngsten Erhöhungen niedriger seien, als sie ohne Eingriffe wären. Für internationale Beobachter und Sprachlernende zeigt der Fall, wie ein kleiner EU-Mitgliedstaat versucht, seine inländischen Kraftstoffpreise unter Bedingungen globaler Energieschocks und regulatorischer Zwänge zu steuern.

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