Die Meldung auf Kroatisch
- ornitološki
koji se odnosi na ptice i na znanstveno proučavanje ptica ↩︎ - rezervat (m.)
zaštićeno područje prirode namijenjeno očuvanju biljnih i životinjskih vrsta ↩︎ - trska (f.)
visoka, tanka močvarna biljka koja raste uz vode ↩︎ - močvaran
koje se odnosi na močvaru; puno vode i blata, stalno vlažno ↩︎ - raslinje (n.)
skup svih biljaka koje rastu na nekom području ↩︎ - stanište (n.)
mjesto u prirodi gdje živi neka životinjska ili biljna vrsta ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Was haben die Feuerwehrleute in der Nacht im Reservat Orepak getan?
Question 2: Worüber machen sich Fachleute nach dem Brand Sorgen?
Lernwörter
| Kroatisch | Deutsch |
|---|---|
| ornitološki | |
| rezervat (m.) | |
| trska (f.) | |
| močvaran | |
| raslinje (n.) | |
| stanište (n.) | |
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Die Meldung in voller Länge
Ein großflächiger Brand hat das ornithologische Reservat Orepak im Tal der Neretva in Südkroatien schwer getroffen – ein geschütztes Feuchtgebiet, das international für seine Bedeutung als Lebensraum für Vögel anerkannt ist. Das Feuer brach am Montagnachmittag aus und fraß sich durch Schilf- und Sumpfvegetation, bevor es in der Nacht unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Nach Angaben der regionalen Einsatzleitung wurden zunächst rund zehn bis zwanzig Feuerwehrleute mit mehreren Fahrzeugen von der städtischen Feuerwehr Metković und den freiwilligen Einheiten aus Kula Norinska entsandt, später kamen weitere Teams hinzu, darunter auch die DVD Vid. Starker Wind und das sumpfige, schwer zugängliche Gelände erschwerten die Löscharbeiten; die Einsatzkräfte berichteten, sie hätten das zentrale Feuchtgebiet nicht erreichen können, in dem sich der Brand durch Schilf und Binsen ausbreitete.
Die Feuerwehr erklärte, oberste Priorität sei es gewesen, Menschen und Sachwerte zu schützen. Wohnhäuser in der Nähe seien zwar nicht unmittelbar bedroht gewesen, man habe aber alles getan, um ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald zu verhindern. Die Einsatzkräfte beobachteten den Brand die ganze Nacht über und griffen dort ein, wo es die Topografie zuließ.
In den frühen Morgenstunden des Dienstags entspannte sich die Lage, als starker Regen einsetzte. Der Kommandant der öffentlichen Feuerwehr Metković, Jure Pilj, berichtete, ein heftiger Schauer gegen 3 Uhr morgens habe geholfen, die verbliebenen Brandherde zu ersticken. Die Mannschaften löschten anschließend die letzten Glutnester und rückten gegen 5 Uhr ab; sie meldeten, im Reservat gebe es keine offenen Flammen mehr.

Das Reservat Orepak in der Nähe des Dorfes Vid umfasst rund 100 Hektar. Es steht seit 1974 unter Schutz und ist als Teil des Neretva-Deltas seit 1993 im Rahmen der Ramsar-Konvention als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung gelistet. Das Gebiet ist vor allem als Brut- und Rastplatz für Wasservögel von herausragender Bedeutung.
Umweltfachleute und Naturschutzverbände warnen, die Schäden an den Vogellebensräumen dürften gravierend sein. Das Feuer traf das Gebiet just zu Beginn der Brutsaison vieler Arten. Nach ersten Schätzungen sind mehrere Dutzend Hektar Schilf- und Binsenflächen verbrannt. Naturschützer befürchten, dass wiederholte Brände dem Ökosystem des Neretva-Deltas langfristig schaden könnten – einem System, das nach ihrer Einschätzung ohnehin schon stark unter Druck steht.
Lokale Medien verweisen darauf, dass es sich bereits um den zweiten Brand im Feuchtgebiet innerhalb von rund zehn Tagen handelt. Frühlingsbrände in den Neretva-Sümpfen treten regelmäßig auf. Umweltorganisationen und Wissenschaftler warnen, das Abbrennen von Schilfbeständen sei eine ernste Bedrohung für die Artenvielfalt – mit Folgen für Pflanzen, Tiere und die Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort. Sie betonen außerdem, dass Schilfflächen eine Schlüsselrolle für Wasserreinigung, Hochwasserschutz und Klimaschutz spielen.
Einige Berichte legen nahe, dass frühere Brände in der öffentlichen Meinung häufig mit gezieltem Abbrennen von Schilf in Verbindung gebracht wurden, etwa um Flächen freizumachen. Lokale Jagdverbände weisen den Vorwurf jedoch entschieden zurück, Jäger seien verantwortlich. In dem aktuellen Fall hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen und prüft die näheren Umstände und möglichen Brandursachen. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war unklar, ob das Feuer durch Fahrlässigkeit, vorsätzlich oder auf natürliche Weise ausgelöst wurde.
Die Behörden erklären, das volle Ausmaß des ökologischen Schadens lasse sich erst nach einer detaillierten Begutachtung des Areals abschätzen. Fest steht für Feuerwehr und Naturschützer schon jetzt: Der Verlust für den sensiblen Lebensraum im Feuchtgebiet und seine Vogelbestände dürfte sehr hoch ausfallen – auch wenn die Siedlungen verschont blieben.
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Fortgeschritten: Berichte aus Kroatien
- Katastrophe im Neretva-Tal: Feuer breitet sich aus, enormer Schaden – Polizei ermittelt wegen Brandstiftung (Jutarnji list)
- Feuer im geschützten Naturreservat im Tal der Neretva ausgebrochen (Dnevnik.hr)
- Feuer im Schutzgebiet im Neretva-Tal ausgebrochen (Index.hr)
- Brand im Schutzgebiet Orepak im Neretva-Tal gelöscht: „Kein offenes Feuer mehr“ (24sata)


