Die Meldung auf Griechisch
Στο Δάσος Δαδιάς στον Έβρο βρέθηκαν δηλητηριασμένοι1 δώδεκα μαυρόγυπες2 και εννέα από αυτούς πέθαναν. Η Ελληνική Ορνιθολογική3 Εταιρεία λέει ότι η δηλητηρίαση4 έγινε από ανθρώπους, με δηλητηριασμένα δολώματα5. Ζητά έρευνα, γιατί το πάρκο είναι προστατευμένη6 περιοχή και ο μαυρόγυπας είναι σπάνιο και σημαντικό πουλί.
- δηλητηριάζω
βάζω δηλητήριο σε κάτι ή σε κάποιον, ώστε να προκαλέσω σοβαρή βλάβη ή θάνατο ↩︎ - μαυρόγυπας (m.)
πολύ μεγάλο αρπακτικό πουλί, μαύρου χρώματος, που τρέφεται κυρίως με ψοφίμια ↩︎ - ορνιθολογικός
που έχει σχέση με την επιστήμη που μελετά τα πουλιά ↩︎ - δηλητηρίαση (f.)
κατάσταση κατά την οποία ένας οργανισμός έχει βλαφτεί από δηλητήριο ↩︎ - δόλωμα (n.)
φαγητό ή αντικείμενο που χρησιμοποιείται για να προσελκύσει ή να παγιδεύσει ζώα ή ανθρώπους ↩︎ - προστατευμένος
που έχει ειδική φροντίδα ή νόμιμη κάλυψη για να μη βλάπτεται ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Wie viele Mönchsgeier wurden im Dadia-Wald vergiftet aufgefunden, und wie viele von ihnen starben?
Question 2: Warum fordert die Hellenische Ornithologische Gesellschaft eine Untersuchung der Vergiftung?
Lernwörter
| Griechisch | Deutsch |
|---|---|
| δηλητηριάζω | |
| μαυρόγυπας (m.) | |
| ορνιθολογικός | |
| δηλητηρίαση (f.) | |
| δόλωμα (n.) | |
| προστατευμένος | |
Sie können schon etwas Griechisch?
Machen Sie unseren kostenlosen Einstufungstest und finden Sie in wenigen Minuten heraus, auf welchem Niveau Sie aktuell stehen. Der Test ist kurz, übersichtlich und hilft Ihnen, den passenden nächsten Lernschritt zu finden.
Die Meldung in voller Länge
Neun vom Aussterben bedrohte Geier sind nach einem mutmaßlichen Fall von Massengiftung im Dadia-Wald in der Region Evros im Nordosten Griechenlands verendet. Insgesamt wurden nach Angaben der Hellenischen Ornithologischen Gesellschaft zwölf Mönchsgeier (μαυρόγυπες) vergiftet aufgefunden; die Organisation fordert eine umgehende Untersuchung.
Die Gesellschaft spricht von dem schwerwiegendsten Fall des Einsatzes von Giftködern der vergangenen Jahre in Griechenland. Die Vögel dürften durch vergiftete Kadaver oder von Menschen ausgelegte Köder zu Schaden gekommen sein. Welche Substanz genau eingesetzt wurde, ist bislang nicht öffentlich bekannt, doch die Gesellschaft stellt klar, dass die Vergiftung eindeutig auf menschliches Handeln zurückgeht.
Der Nationalpark Dadia–Lefkimi–Soufli, meist kurz Dadia-Wald genannt, gehört zu den wichtigsten Schutzgebieten Griechenlands. Er gilt als ein zentrales Rückzugsgebiet für den Mönchsgeier, einen großen Aasfresser, der sich von verendeten Tieren ernährt. Naturschutzorganisationen bezeichnen den Geier als eine symbolträchtige Art dieses Waldes und verweisen auf die langjährigen Schutzbemühungen, mit denen der kleine Bestand erhalten werden soll.
Die Hellenische Ornithologische Gesellschaft betont, der Fall habe sowohl eine ökologische als auch eine rechtliche Dimension. Der Einsatz von Giftködern ist in Griechenland bereits seit 1993 offiziell verboten. Hinzu kommen Vorschriften der Europäischen Union zum Schutz wildlebender Vogelarten und ihrer Lebensräume sowie ein gemeinsamer Ministerialbeschluss in Griechenland, der sich ausdrücklich gegen den illegalen Einsatz von Gift im ländlichen Raum richtet.

Trotz dieses rechtlichen Rahmens ereignete sich der Vorfall innerhalb eines Nationalparks, also in einem der am strengsten geschützten Gebiete des Landes. Umweltverbände sehen darin ein alarmierendes Signal für Umsetzung und Durchsetzung der bestehenden Gesetze. Wiederholte Vergiftungen, warnen sie, könnten bei den Verantwortlichen ein Gefühl der Straflosigkeit entstehen lassen.
Die Ornithologische Gesellschaft hat einen öffentlichen Appell an den Staat gerichtet, den Fall als schwerwiegendes Umweltverbrechen zu behandeln. Sie drängt die zuständigen Behörden, eine lückenlose Untersuchung durchzuführen, alle verfügbaren Ermittlungsinstrumente zu nutzen und zu versuchen, Täter zu ermitteln und strafrechtlich zu verfolgen.
Griechische Medien berichten, dass die von der Organisation veröffentlichten Fotos der toten und sterbenden Vögel bei Naturschützern und in der lokalen Bevölkerung große Besorgnis ausgelöst haben. Kommentatoren aus dem Umweltbereich werten den Vorfall als Warnsignal, dass deutlich stärkere Kontroll- und Überwachungsmechanismen nötig sein könnten, um die Tierwelt in Schutzgebieten wirksam zu bewahren.
Für internationale Beobachter und Sprachlernende mit Interesse an Griechenland macht der Fall deutlich, vor welchen Schwierigkeiten das Land steht, wenn es darum geht, Naturschutz, ländliche Nutzung und die konsequente Durchsetzung des Umweltrechts in Einklang zu bringen. Die Ermittlungen der griechischen Behörden laufen weiter; mit zusätzlichen Informationen wird gerechnet, sobald die offiziellen Untersuchungen voranschreiten.
Info: Lernnachrichten Griechisch ist ein Angebot von Lernen wir Griechisch, unserer Sprachschule für alle, die Griechisch lernen möchten. Wir sind auf die griechische Sprache spezialisiert und bieten dafür verschiedene Online-Kurse an.
Fortgeschritten: Berichte aus Griechenland
Lernnachrichten Griechisch
Hier finden Sie Nachrichten aus Griechenland zum Informieren und Üben.
-
Lernnachrichten | 22.03.2026
Bauern auf Lesvos protestieren gegen Maul- und Klauenseuche-Quarantäne

