Die Meldung auf Griechisch
- συμφωνία (f.)
γραπτή ή προφορική δέσμευση ανάμεσα σε δύο ή περισσότερες πλευρές για κάτι που θα κάνουν ↩︎ - άμυνα (f.)
ενέργειες και μέτρα για να προστατεύεται μια χώρα ή ένας άνθρωπος από επίθεση ↩︎ - εκπαίδευση (f.)
η οργανωμένη μάθηση σε σχολεία, πανεπιστήμια κτλ. ↩︎ - έρευνα (f.)
συστηματική προσπάθεια για να βρούμε νέες γνώσεις ή πληροφορίες ↩︎ - ψηφιακός
που λειτουργεί με αριθμούς στον υπολογιστή ή στο διαδίκτυο, όχι με αναλογικό τρόπο ↩︎ - τεχνολογία (f.)
σύνολο γνώσεων και μεθόδων που χρησιμοποιούμε για να φτιάχνουμε μηχανές, συσκευές και συστήματα ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: In welcher Stadt haben Griechenland und Frankreich die neuen Abkommen unterzeichnet?
Question 2: Nennen Sie neben der Verteidigung einen weiteren Bereich, in dem Griechenland und Frankreich zusammenarbeiten wollen.
Lernwörter
| Griechisch | Deutsch |
|---|---|
| συμφωνία (f.) | |
| άμυνα (f.) | |
| εκπαίδευση (f.) | |
| έρευνα (f.) | |
| ψηφιακός | |
| τεχνολογία (f.) | |
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Die Meldung in voller Länge
Die Regierungschefs von Griechenland und Frankreich haben in Athen ein Paket von neun neuen Abkommen unterzeichnet. Damit vertiefen sie ihre langjährige politische und militärische Zusammenarbeit und legen Pläne für eine engere Kooperation in Bereichen wie Bildung, Forschung, Nukleartechnologie und digitaler Innovation vor.
Die Unterzeichnung fand im Maximos-Palais, dem Amtssitz des griechischen Ministerpräsidenten, statt. Kyriakos Mitsotakis und Emmanuel Macron erneuerten die 2021 erstmals geschlossene erweiterte umfassende strategische Partnerschaft ihrer Länder und bezeichneten den Schritt als wichtigen Meilenstein der bilateralen Beziehungen in einer Phase wachsender globaler Instabilität.
Mehrere Detailabkommen wurden von den zuständigen Ministern paraphiert. Dazu zählen die formelle Erneuerung der Verteidigungs- und Sicherheitspartnerschaft zwischen Griechenland und Frankreich, eine Roadmap für eine engere Zusammenarbeit der beiden Außenministerien sowie ein neues Rahmenwerk für Forschung und Innovation im Bereich der Verteidigungs- und Militärtechnologien. Ein weiteres Abkommen regelt die fortgesetzte Unterstützung für MICA‑IR/RF‑Lenkflugkörper, die von der griechischen Luftwaffe genutzt werden, über eine Rahmenvereinbarung und einen ersten Umsetzungsvertrag mit dem französischen Unternehmen MBDA ab 2026.
Über den Verteidigungsbereich hinaus einigten sich beide Regierungen auf eine Gemeinsame Absichtserklärung zur beruflichen Bildung, Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen sowie auf einen Aktionsplan für die Zusammenarbeit in Hochschulbildung und wissenschaftlicher Forschung für die Jahre 2026–2030. Außerdem unterzeichneten sie eine Gemeinsame Absichtserklärung zur Kooperation in der Nukleartechnologie und ein Abkommen über die Gründung einer zwischenstaatlichen Organisation für digitale Ozeansysteme und IT‑Dienstleistungen – ein Fingerzeig auf künftige Zusammenarbeit in der Hochtechnologie und bei maritimen Daten.
Beide Spitzenpolitiker hoben die Bedeutung der Beistandsklausel innerhalb ihrer strategischen Partnerschaft hervor. Sie sieht vor, dass jedes Land das andere unterstützt, wenn dessen Souveränität bedroht ist. Mitsotakis nannte diese Klausel das „Krönungsstück“ des neuen Pakets: Sie stärke die Abschreckungsfähigkeit Griechenlands und trage zum Schutz sowohl der griechischen als auch der Außengrenzen der Europäischen Union bei.
Macron verwies auf die Spannungen im östlichen Mittelmeer in den vergangenen Jahren und sagte, Frankreich werde an der Seite Griechenlands stehen, sollte dessen Sicherheit oder Souveränität in Gefahr geraten. Als Beleg dafür, dass die Zusage nicht nur symbolischen Charakter habe, nannte er das französische Vorgehen während der Konfrontation mit der Türkei im Sommer 2020 sowie bei jüngsten Spannungen um Zypern. In seinen Worten ist dies die „eigentliche Definition von Freundschaft“.
Die beiden Regierungschefs betonten, dass ihre Zusammenarbeit zugleich Teil der breiteren Debatte über europäische strategische Autonomie sei. Ihre Partnerschaft, so argumentierten sie, stärke einen europäischen Pfeiler innerhalb der NATO, anstatt das Bündnis zu schwächen. Macron wies darauf hin, dass europäische Staaten zunehmend gemeinsame Missionen in Regionen wie dem Baltikum, dem östlichen Mittelmeer und der Meerenge von Hormus durchführen – teils außerhalb der unmittelbaren NATO-Strukturen – und dass eine vertiefte französisch‑griechische Kooperation diesen Trend stütze.
Ein sichtbares Symbol für den militärischen Teil der Beziehung bot sich bereits am Vormittag, als Mitsotakis und Macron die neu gelieferte griechische Fregatte „Kimon“ im Hafen von Piräus besichtigten. Das Schiff ist eine von vier Fregatten der Belharra‑Klasse, die bei der französischen Naval Group bestellt wurden. Die Regierungschefs ließen sich das Gefechtsinformationszentrum und die Brücke zeigen, begleitet von den Verteidigungsministern und hohen Marineoffizieren beider Länder. Flugzeuge aus der französischen Rafale-Flotte flogen zur offiziellen Begrüßung einen Überflug und unterstrichen damit den jüngsten Erwerb von 24 Rafale‑Kampfjets durch Griechenland.
Griechische Regierungsvertreter präsentierten diese Beschaffungen gemeinsam mit dem Raketen‑Support‑Abkommen als wesentliche Aufrüstung von Marine und Luftwaffe Griechenlands. Entscheidend sei, dass beide Marinen künftig den gleichen Fregattentyp einsetzten – das verbessere die Interoperabilität in gemeinsamen Operationen. Befürworter der Vereinbarungen sehen darin eine Stärkung der Sicherheit nicht nur für Griechenland, sondern für die gesamte europäische Region – gerade nach dem umfassenden Angriff Russlands auf die Ukraine.

Auf den Besuch und die Unterzeichnungszeremonie folgte eine öffentliche Diskussion auf der Römischen Agora in Athen, bei der Mitsotakis und Macron ausführlich über die Zukunft Europas sprachen. Das Gespräch, moderiert von einem Chefredakteur einer griechischen Tageszeitung, spannte den Bogen von europäischer Verteidigung, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, den Beziehungen zu den USA, China und dem Nahen Osten über die Energiesicherheit bis hin zur Rolle der französisch‑griechischen Partnerschaft in diesen Debatten.
Macron beschrieb die Gegenwart als mögliches „Momentum für Europa“, zugleich aber als Phase „globaler Unordnung“. Die Führungen der USA, Russlands und Chinas verfolgten, so seine Analyse, jeweils auf ihre Weise Politiken, die nicht immer mit europäischen Interessen übereinstimmten. Daraus folge, dass die Europäische Union mehr Selbstbewusstsein und Geschlossenheit brauche – und stärkere Instrumente in Bereichen wie Verteidigung, Industrie, Landwirtschaft und Finanzpolitik.
Beide Politiker waren sich einig, dass der Krieg in der Ukraine den Bedarf unterstrichen hat, dass Europa mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernimmt. Macron verteidigte die Reaktion der EU auf die Invasion und verwies auf zahlreiche Sanktionspakete gegen Russland sowie umfangreiche finanzielle und militärische Hilfen für Kiew. Entgegen vielen frühen Prognosen habe die Ukraine standgehalten und sogar Gebiete zurückerobert – auch dank der europäischen Unterstützung.
Wirtschaftlich diskutierten Macron und Mitsotakis Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Vergleich zu anderen Großmächten. Sie wiesen darauf hin, dass sowohl die Vereinigten Staaten als auch China ihre heimischen Industrien aktiv durch Regulierung, Subventionen und Handelsschranken stützen. Die EU sei hier zuweilen „naiv“ gewesen, räumte Macron ein, und warb für eine „klügere Regulierung“ in Europa, die Produzenten schützt, ohne Innovation abzuwürgen.
Mitsotakis betonte, dass der Wettbewerb aus China eine ernste Belastungsprobe für die europäische Industrie darstelle. Er plädierte dafür, Fusionsregeln anzupassen und mehr grenzüberschreitende Investitionen innerhalb der EU zu fördern, um Unternehmen zu schaffen, die im größeren Maßstab agieren können. Als Beispiel nannte er den Einstieg von Euronext an der Börse Athen, der den griechischen Kapitalmarkt stärke. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass europäische Partner – darunter Frankreich und Deutschland – künftig gemeinsam ein Kampfflugzeug der sechsten Generation entwickeln können.
Auch die Energiepolitik kam zur Sprache. Mitsotakis sagte, die Gewährleistung von bezahlbarer und ausreichender Energie sei eine zentrale Herausforderung. Europa müsse womöglich – nach dem Vorbild Frankreichs – eine stärkere Rolle der Kernenergie in Kombination mit erneuerbaren Quellen in Betracht ziehen. Dies steht in direktem Zusammenhang mit dem neuen Abkommen zur Kooperation in der Nukleartechnologie, das am selben Tag geschlossen wurde.
Mit Blick auf die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten stellten Macron und Mitsotakis fest, dass jüngste US‑Regierungen – ungeachtet der Parteizugehörigkeit – stark nationale Interessen und „America First“-Ansätze betont haben. Die transatlantische Partnerschaft bleibe zwar wichtig, so beide, doch Europa müsse eigene, autonomere Fähigkeiten aufbauen, um weniger abhängig von Entscheidungen in Washington zu sein.
Gleichzeitig verwies Mitsotakis auf Chancen, die Beziehungen Europas zu anderen Partnern wie Indien, den Golfstaaten, Kanada, Australien und demokratischen Ländern Südostasiens zu vertiefen. Dies sei Teil der Bewegung hin zu einer stärker multipolaren Weltordnung, in der die EU und Länder wie Griechenland ihre Allianzen breiter streuen können.
Alles in allem machte der Besuch deutlich, dass Athen und Paris ihre Beziehung sowohl als bilaterale Allianz als auch als Modell innerhalb der Europäischen Union begreifen. Für Befürworter bestätigen die neuen Abkommen, dass der historische Slogan „Griechenland–Frankreich Allianz“ strategisch nichts von seiner Aktualität verloren hat – er verbindet Sicherheitskooperation mit engeren Bildungs‑, Technologie‑ und Wirtschaftsbeziehungen. Kritiker höherer Verteidigungsausgaben, die in der breiteren europäischen Debatte durchaus präsent sind, wenn auch nicht im offiziellen Rahmen dieses Besuchs, könnten nach den Kosten oder möglichen regionalen Spannungen fragen. Die in Athen vertretenen offiziellen Positionen konzentrierten sich jedoch vor allem auf die Notwendigkeit, dass europäische Partner gemeinsam handeln – in einer Zeit rasanter geopolitischer Veränderungen.
Info: Lernnachrichten Griechisch ist ein Angebot von Lernen wir Griechisch, einer Sprachschule für Griechisch, in der wir Griechisch Unterricht in verschiedenen Formaten anbieten. Wir bieten unter anderem Online-Kurse an, in denen wir systematisch die griechische Sprache vermitteln.
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