Die Meldung auf Griechisch
Η Ελλάδα αλλάζει τη στρατιωτική1 θητεία2. Από το 2026 υπάρχει νέο σύστημα. Η βασική εκπαίδευση3 είναι δέκα εβδομάδες και έχει νέα μαθήματα, όπως drones και πρώτες βοήθειες. Υπάρχουν τρία στάδια4 εκπαίδευσης και λιγότερες ειδικότητες5. Οι στρατιώτες6 θα παίρνουν περισσότερα χρήματα και θα έχουν καλύτερο φαγητό.
- στρατιωτικός
που έχει σχέση με τον στρατό ή τον πόλεμο ↩︎ - θητεία (f.)
χρόνος που κάποιος υπηρετεί σε έναν θεσμό, π.χ. στον στρατό ή σε μια θέση εργασίας ↩︎ - εκπαίδευση (f.)
η διαδικασία στην οποία κάποιος μαθαίνει γνώσεις ή δεξιότητες ↩︎ - στάδιο (n.)
κάθε μέρος ή φάση μιας διαδικασίας που γίνεται βήμα-βήμα ↩︎ - ειδικότητα (f.)
συγκεκριμένος τομέας ή τύπος δουλειάς μέσα σε ένα επάγγελμα ή υπηρεσία ↩︎ - στρατιώτης (m.)
άτομο που υπηρετεί στον στρατό ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Wann beginnt in Griechenland das neue System des Wehrdienstes?
Question 2: Nenne ein neues Fach, das Soldaten in der Grundausbildung lernen werden.
Lernwörter
| Griechisch | Deutsch |
|---|---|
| στρατιωτικός | |
| θητεία (f.) | |
| εκπαίδευση (f.) | |
| στάδιο (n.) | |
| ειδικότητα (f.) | |
| στρατιώτης (m.) | |
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Die Meldung in voller Länge
Griechenland hat zum 24. Februar ein neues Modell der Wehrpflicht eingeführt – beginnend mit dem Einberufungsjahrgang A’ ESSO 2026. Die Rekruten rücken zwischen dem 24. und 27. Februar in ihre Einheiten ein. Das Verteidigungsministerium spricht von einer neuen Phase, wie das Land seine Streitkräfte organisiert und ausbildet.
Nach Angaben von Regierungsvertretern ist die Reform ein Kernstück der verteidigungspolitischen „Agenda 2030“. Das Ministerium begründet die Änderungen mit der Notwendigkeit, sich an moderne Sicherheitslagen anzupassen – an veränderte Geopolitik, rasanten technologischen Fortschritt und Lehren aus jüngeren bewaffneten Konflikten.
Im Zentrum steht eine zehnwöchige Grundausbildung, die ausschließlich beim Heer stattfindet. Ziel ist es, den von Militärkreisen so genannten „modernen Kämpfer“ heranzubilden – mit intensiverer Praxis und neuen Ausbildungsinhalten. Sie reichen von der Bedienung von Drohnen und Erste‑Hilfe‑Schulungen bis zu erweiterter Schießausbildung, einschließlich Nachtschießen, Pistoleneinsatz und Übungshandgranaten. Hinzu kommt eine größere Zahl von Gefechtsübungen, Gewaltmärschen und Nachtaktionen, teils in Kombination – etwa Nachtmarsch, anschließend scharfes Schießen und Übernachtung im Freien.
Die neue Struktur gliedert die Ausbildung in drei Stufen. Zunächst absolvieren die Rekruten in den Einberufungszentren die Grundausbildung – von der ersten Unterweisung über den Vereidigungsappell bis zur eigentlichen „Kämpferausbildung“. Die zweite Stufe ist die Spezialausbildung, entweder in spezialisierten Ausbildungseinheiten oder in den Zentren für Lebenslanges Lernen der Streitkräfte. Dort werden die Wehrpflichtigen für bestimmte militärische Verwendungen und zusätzliche berufliche Fertigkeiten qualifiziert. Die dritte Stufe findet in den Einsatzverbänden statt, in denen sie den Rest ihres Dienstes leisten – mit dem Schwerpunkt, sie in den militärischen Alltag zu integrieren.
Die Reform ordnet zugleich die militärischen Dienstposten neu. Ältere Verwendungen, die nicht mehr zum modernen Einsatzbild passen, werden gestrichen; Aufgaben werden zu 19 zentralen Ausbildungskategorien gebündelt – bisher waren es 46. Parallel dazu werden Programme erprobt, die den Rekruten zivil verwertbare Qualifikationen vermitteln sollen. In den Zentren für Lebenslanges Lernen können Angehörige dieses ersten Jahrgangs sich etwa zu Maschinenführern, Rettungsschwimmern‑Tauchern, Waffenmeistern oder Drohnenpiloten ausbilden lassen. An der Schule für Computerprogrammierer läuft zudem ein eigenes Cybersicherheits‑Programm. Das Ministerium kündigt für künftige Jahrgänge weitere Spezialgebiete und Qualifizierungsangebote an.
Als weitere Neuerung wird der Umgang mit unbemannten Luftfahrtsystemen systematisch gelehrt. Die Rekruten erhalten Theorieunterricht, Verfahren zur Aufklärung und Abwehr von Drohnen sowie Simulatortraining mit Szenarien steigender Schwierigkeit. Wer die Prüfungen besteht, absolviert zwei zusätzliche Wochen Ausbildung, erwirbt den Status UAV‑Operator und trägt ein entsprechendes Abzeichen an der Uniform.

Auch der Weg in die Truppe ändert sich. Die Zahl der jährlichen Einberufungen, auf Griechisch ESSO, wird von sechs auf vier reduziert (Februar, Mai, August und November). Alle neuen Wehrpflichtigen werden zunächst beim Heer eingezogen. Nur wer über bestimmte berufliche Vorkenntnisse verfügt, kann anschließend innerhalb der Streitkräfte zur Luftwaffe oder zur Marine wechseln. Insgesamt werden Rekruten auf 13 Ausbildungslager im ganzen Land verteilt.
Die reguläre Dauer des Wehrdienstes bleibt bei zwölf Monaten. Wer jedoch früher als sein Jahrgang einrückt (sogenannte „Früh‑“ oder „Ersteinberufene“) oder in bestimmten Regionen und Einheiten dient, leistet nur neun Monate. Diese verkürzte Dienstzeit gilt für Soldaten, die sich für einen Einsatz – oder dafür ausgewählt werden – in Thrakien, auf den Inseln in der östlichen Ägäis, beim griechischen Kontingent auf Zypern (ELDYK) oder in der zeremoniellen Evzonen‑Kompanie der Präsidialgarde entscheiden.
Nach abgeschlossener Grund‑ und Spezialausbildung werden die Wehrpflichtigen überwiegend hoch verlegungsbereiten Einsatzverbänden zugeteilt – darunter Kampftruppen, Kampfunterstützungs‑ und logistische Unterstützungseinheiten. Rund 70 Prozent der Rekruten sollen in Verbände in Thrakien und der östlichen Ägäis kommen. Nach sechs Monaten Dienstzeit können sie einen regulären Versetzungsantrag für den Rest des Dienstes stellen; die Entscheidung fällt nach einem Punktesystem, das Fähigkeiten, Qualifikationen und Herkunftsregion berücksichtigt.
Ein wesentlicher Teil der Reform betrifft Lebensbedingungen und finanzielle Leistungen. Die monatliche Wehrpflichtigen‑Pauschale, bislang 8,80 Euro, wird deutlich erhöht. Wer in Grenzregionen wie Thrakien oder auf Inseln der östlichen Ägäis dient, erhält künftig 100 Euro im Monat, Wehrpflichtige im übrigen Festland 50 Euro. Zusätzliche Unterstützung ist für Wehrpflichtige aus kinderreichen Familien, wehrpflichtige Eltern sowie Vollwaisen vorgesehen. Kinder aus kinderreichen Familien bekommen 150 Euro; wehrpflichtige Eltern erhalten gestaffelte Beträge – 150 Euro für ein Kind, 200 Euro für zwei, zuzüglich 50 Euro für jedes weitere Kind. Vollwaisen erhalten 200 Euro.
Die Streitkräfte wollen zudem die Qualität und Menge der Verpflegung verbessern. Eine neue, an aktuellen Ernährungsstandards orientierte Verpflegungsordnung erhöht den Wert der täglichen Ration von 4,50 auf 6,40 Euro. Der Speiseplan wird erweitert, um genügend Kalorien zu sichern und bei Bedarf individuell angepasste Portionen zu ermöglichen. Die überarbeitete Verpflegung soll gleichzeitig in allen Ausbildungslagern eingeführt werden.
Nach Darstellung griechischer Verteidigungsvertreter ist das übergeordnete Ziel, von einer Phase abzurücken, in der die Wehrpflicht von vielen als Routine oder wenig ergiebig empfunden wurde, hin zu einem System, das Einsatzbereitschaft mit praxisnaher Ausbildung und anerkannten Qualifikationen verbindet. Welche langfristigen Folgen dies für die Streitkräfte und die jungen Wehrpflichtigen haben wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Mit dem Jahrgang A’ ESSO 2026 erlebt der griechische Wehrdienst die umfassendste Neuordnung seit vielen Jahren.
Info: Lernnachrichten Griechisch ist ein Angebot von „Lernen wir Griechisch“, einer Sprachschule, in der wir ausschließlich Griechisch unterrichten und verschiedene Formate wie den online Kurs Griechisch bereitstellen. Wir richten uns an alle, die die griechische Sprache in strukturierter Form erlernen oder bestehende Kenntnisse systematisch ausbauen möchten.
Fortgeschritten: Berichte aus Griechenland
- Neues Modell für den Wehrdienst: Änderungen in der Ausbildung, höhere monatliche Vergütung (Athens Voice)
- Wehrdienst ab heute nach neuem Modell – Änderungen in der Grundausbildung, höhere monatliche Bezüge (Newsit.gr)
- Ab heute gilt das neue Wehrdienstmodell in den Streitkräften (Zougla.gr)
- Wehrdienst: Neue Ära ab heute – alle Änderungen im Überblick (Ethnos)


