Die Meldung auf Griechisch
Στην Ελλάδα πολλοί οδηγοί ταξί κάνουν απεργία1 στην Αθήνα και στη Θεσσαλονίκη. Διαμαρτύρονται2 για νέο νόμο της κυβέρνησης3 για τις μεταφορές4. Δεν τους αρέσουν οι αλλαγές στους φόρους, στα ηλεκτρικά ταξί και στον ανταγωνισμό5 με ιδιωτικά6 αυτοκίνητα. Οι κάτοικοι και οι τουρίστες έχουν λιγότερα ταξί.
- απεργία (f.)
έντονη διαμαρτυρία των εργαζομένων που σταματούν τη δουλειά τους για να ζητήσουν καλύτερες συνθήκες ή δικαιώματα ↩︎ - διαμαρτύρομαι
εκφράζω με λόγια ή πράξεις ότι δεν μου αρέσει κάτι και ότι δεν το θεωρώ σωστό ή δίκαιο ↩︎ - κυβέρνηση (f.)
ομάδα ανθρώπων που έχει την πολιτική εξουσία σε μια χώρα και παίρνει αποφάσεις για όλους ↩︎ - μεταφορά (f.)
η κίνηση ανθρώπων ή πραγμάτων από ένα μέρος σε ένα άλλο με αυτοκίνητα, λεωφορεία, τρένα, πλοία κτλ. ↩︎ - ανταγωνισμός (m.)
η κατάσταση όπου δύο ή περισσότερα άτομα ή εταιρείες προσπαθούν να είναι καλύτεροι ή να κερδίσουν περισσότερους πελάτες ↩︎ - ιδιωτικός
που ανήκει σε έναν ή λίγους ανθρώπους και όχι στο κράτος ή στο δημόσιο ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Warum sind viele Taxifahrer in Athen und Thessaloniki im Streik?
Question 2: Wie wirkt sich der Taxistreik auf die Menschen vor Ort und auf Touristen aus?
Lernwörter
| Griechisch | Deutsch |
|---|---|
| απεργία (f.) | |
| διαμαρτύρομαι | |
| κυβέρνηση (f.) | |
| μεταφορά (f.) | |
| ανταγωνισμός (m.) | |
| ιδιωτικός | |
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Die Meldung in voller Länge
Der Taxiverkehr in Griechenland ist massiv gestört: In Athen und Thessaloniki haben Fahrer koordinierte Streiks begonnen, um gegen ein geplantes Verkehrsgesetz der Regierung zu protestieren. Im Zentrum des Ausstands stehen vorgesehene Änderungen, die Taxis, Mietwagen mit Fahrer sowie die Besteuerung betreffen.
In der Region Attika, zu der auch Athen gehört, hat die Taxifahrer‑Gewerkschaft Attika (ΣΑΤΑ) einen 48‑stündigen Streik ausgerufen. Der Ausstand begann am Dienstag, 20. Januar 2026, um 06.00 Uhr und soll am Donnerstag, 22. Januar, um 06.00 Uhr enden. Die Aktion folgt auf einen drei Tage langen Streik in der Vorwoche – ein Zeichen dafür, dass der Protest weiter eskaliert.
Während des Streiks ruft die Gewerkschaft die Fahrer zu einer großen Versammlung im Ausstellungszentrum Peristeri im Westen Athens auf. Das Treffen, angesetzt für Dienstag um 10.00 Uhr, soll nach Gewerkschaftsangaben die „wirklichen Punkte“ eines Gesetzentwurfs erläutern, der dem Sektor zugespielt worden sein soll. Besprochen werden sollen die erwarteten Folgen für den Taxi‑Beruf und mögliche weitere Protestformen.
Parallel dazu haben Taxifahrer in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, für den Mittwoch, 21. Januar, einen eigenen 24‑stündigen Streik angekündigt. Ihr Ausstand soll von Mittwoch 05.00 Uhr bis Donnerstag 05.00 Uhr dauern. Der örtliche Taxi‑Verband nennt als Hauptstreitpunkte die Politik zur Elektromobilität, hohe Gebühren auf einem bestimmten Flughafenparkplatz (P5), Änderungen bei Regelungen zu Vorstrafen, einen dauerhaften Zugang zu Busspuren für Taxis, Reformen der von ihnen als „fiktiv“ beziehungsweise „pauschal“ bezeichneten Besteuerung sowie das, was sie als illegale Aneignung von Beförderungsleistungen durch andere Anbieter bezeichnen.
Die Fahrer in Thessaloniki wollen sich am Mittwoch um 10.30 Uhr mit ihren Fahrzeugen in der Antonis‑Tritsis‑Straße nahe der Basketball‑Arena des Sportklubs PAOK („Palataki“) sammeln. Von dort aus ist ein Autokorso zum Flughafen Thessaloniki geplant, der anschließend weiter zum Ministerium für Makedonien–Thrakien führen soll, um dort die Forderungen zu übergeben.

In beiden Städten verweisen die Taxi‑Verbände im Kern auf ähnliche Streitpunkte. Sie wenden sich gegen eine aus ihrer Sicht „gewaltsame Umstellung“ auf Elektromobilität und argumentieren, ein schneller Umstieg auf Elektro‑Taxis sei für viele Fahrer finanziell und praktisch nicht zu stemmen. Zudem fordern sie einen klaren gesetzlichen Rahmen, der die Rollen klassischer Taxis und von Privatwagen mit Fahrer – etwa App‑ oder firmengestützte Dienste – sauber voneinander abgrenzt. Nach Darstellung der Gewerkschaften schaffen die bestehenden und geplanten Regeln „unlauteren Wettbewerb“ und zu großen Spielraum für große Multis im Personenverkehr.
Ein weiterer zentraler Streitpunkt ist die Besteuerung. Vertreter der Taxis kritisieren eine aus ihrer Sicht „fiktive“ oder „pauschale“ Besteuerung, die sie hart treffe und ihre tatsächlichen Einkünfte nicht abbilde. Außerdem fordern sie einen garantierten Zugang zu Busspuren für Taxis mit Fahrgästen – das würde, so ihr Argument, Fahrzeiten verkürzen und die Qualität des Angebots für die Kunden verbessern.
In scharf formulierten Erklärungen wirft die Attika‑Gewerkschaft dem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr vor, den Weg der „Intransparenz“ zu wählen und einen echten Dialog mit dem Sektor zu verweigern. Das Ministerium, so der Vorwurf, reagiere nicht auf Kritik, nehme keine Korrekturen vor und „setze“ seine Entscheidungen schlicht durch. Der geplante Gesetzentwurf sei „stückwerkartig“; die Streiks seien ein notwendiger „Weg des Widerstands“ gegen die aus Sicht der Fahrer Abwertung ihres Berufs, überhastete Gesetzgebung und eine politische Haltung, die Taxifahrer als selbstverständlich hinnehme.
Die vollständige Position der Regierung zu dem umstrittenen Entwurf ist in den Verlautbarungen der Taxi‑Verbände nicht dokumentiert. Vertreter des Infrastruktur‑ und Verkehrsministeriums kommen in den vorliegenden Berichten nicht direkt zu Wort, und eine offizielle Reaktion auf den jüngsten Streikaufruf findet sich in den hier ausgewerteten Quellen nicht. In der öffentlichen Darstellung der Gewerkschaften spiegelt sich daher bislang ausschließlich ihre eigene Lesart des Gesetzesvorhabens und des Verhaltens des Ministeriums wider.
Für Einwohner und Besucher in Athen und Thessaloniki bedeuten die Streiks voraussichtlich deutlich weniger Angebote im Stadt‑ und Flughafenverkehr während der betroffenen Zeiten. Reisende dürften verstärkt auf Busse, U‑Bahnen, Straßenbahnen oder private Fahrzeuge ausweichen müssen. Besonders für Touristen, die mit den lokalen Alternativen im öffentlichen Nahverkehr nicht vertraut sind, kann die Situation An‑ und Abreise zum Flughafen spürbar erschweren.
Die Gespräche zwischen Regierung und Taxi‑Branche dürften im Zuge des laufenden Gesetzgebungsverfahrens weitergehen. Vorerst machen die Streiks deutlich, wie sehr der Streit um die Regulierung der künftigen städtischen Mobilität, die Rolle digitaler Plattformen und die Belastungen durch Umwelt‑ und Steuerreformen für kleine Selbständige den Sektor unter Spannung setzt.
Info: Lernnachrichten Griechisch ist ein Angebot von „Lernen wir Griechisch“, einer Sprachschule für Neugriechisch, in der wir verschiedene Online-Kurse anbieten, um Griechisch lernen online systematisch zu unterstützen. Wir verstehen uns als spezialisierte Einrichtung für den Erwerb der griechischen Sprache, die Lernmaterialien und Unterricht in digitaler Form bereitstellt.
Fortgeschritten: Berichte aus Griechenland
- 48-stündiger Stillstand bei den Taxis (Zougla.gr)
- Athen: 48-stündiger Taxistreik am Dienstag und Mittwoch (Protagon)
- Taxistreik in Attika: Neues 48-stündiges Aussetzen des Betriebs von Dienstag 6 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr (Newsit.gr)
- Taxistreik: Fahrer legen für 48 Stunden die Arbeit nieder (Athens Voice)


