Die Meldung auf Polnisch
- influencer (m.)
osoba znana w internecie, która ma wielu obserwujących i może wpływać na ich opinie i decyzje ↩︎ - choroba (f.)
stan, kiedy ktoś nie jest zdrowy, coś w ciele lub psychice działa źle ↩︎ - mięsień (m.)
część ciała zbudowana z włókien, która porusza kościami i pozwala się ruszać ↩︎ - terapia (f.)
leczenie choroby, zespół metod, które mają pomóc choremu ↩︎ - drogi
taki, który kosztuje dużo pieniędzy ↩︎ - wpłacać
dawać pieniądze na konto, na zbiórkę lub do banku ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Warum fährt Piotr Hancke mit dem Fahrrad von Zakopane nach Danzig?
Question 2: Wie können Menschen Max unterstützen, während sie Piotrs Fahrt online verfolgen?
Lernwörter
| Polnisch | Deutsch |
|---|---|
| influencer (m.) | |
| choroba (f.) | |
| mięsień (m.) | |
| terapia (f.) | |
| drogi | |
| wpłacać | |
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Die Meldung in voller Länge
Ein bekannter polnischer Influencer mit dem Online-Namen Łatwogang, bürgerlich Piotr Hancke, hat eine neue Spendenaktion im Netz gestartet: eine Nonstop-Fahrradtour von Zakopane nach Danzig, um Geld für die Behandlung eines achtjährigen Jungen, Max Tocki, zu sammeln.
Ziel der Aktion ist es, rund 12 Millionen Złoty einzuwerben – den noch fehlenden Teil der insgesamt 15 Millionen Złoty teuren Gentherapie für Max. Die Behandlung ist in den USA verfügbar und gilt in der Familie als beste Chance, den Fortschritt der Krankheit zu bremsen.
Max leidet an Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), einer schweren Erbkrankheit, die zu einer schleichenden, unumkehrbaren Schwächung der Muskulatur führt. Nach Angaben der Eltern kann die Therapie, die teils unter dem Namen Elvidys bekannt ist, die Krankheit vermutlich nicht heilen, aber deutlich verlangsamen und die Lebensqualität ihres Sohnes verbessern. Sie betonen, dass sie gegen die Zeit ankämpfen, denn bei DMD bedeutet jeder Monat Verzögerung weiteren Muskelabbau.
Die Fahrt begann am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr im Ferienort Zakopane in der Hohen Tatra. Reporter beschrieben am Start eine Atmosphäre angespannter, aber konzentrierter Vorbereitung: Kameras wurden eingerichtet, das Streaming-Equipment getestet, das Fahrrad noch einmal kontrolliert. Hancke, ein schlanker junger Mann, wirkte hochkonzentriert, studierte immer wieder die Route auf seinem Handy und beantwortete Fragen von Zuschauern, die die Vorbereitungen live im Netz verfolgten.
Hancke kündigte an, Polen „am Stück“ durchqueren zu wollen – rund 700 Kilometer bis in die Ostsee-Hafenstadt Danzig in etwa 40 Stunden. Die gesamte Tour wird live im Internet übertragen, sodass die Zuschauer seinen Fortschritt verfolgen und in Echtzeit spenden können. Er erklärte, er wolle nahezu ohne Pause fahren, mit höchstens einem kurzen Stopp für etwas Schlaf – abhängig von Wetter und eigener Verfassung.
Die Spendenaktion startete mit hohem Tempo. Polnische Medien meldeten, dass schon wenige Stunden nach dem Start, als Hancke erst einige Dutzend Kilometer hinter Zakopane lag, bereits eine Million Złoty zusammengekommen waren. Nach rund 70 Kilometern waren es schon drei Millionen Złoty, und bis zum späten Vormittag des folgenden Tages stieg die Summe auf über fünf Millionen Złoty. Am Sonntag um 8 Uhr morgens wurden dann mehr als 11,6 Millionen Złoty gemeldet – die Aktion war damit ganz nah am Ziel.

Die Eltern des Jungen, Anna und Robert Tocki, waren mit Max nach Zakopane gereist, um beim Start dabei zu sein. Sie nannten die Kampagne ein „Licht am Ende des Tunnels“ – nach einer langen Phase, in der frühere Sammelaktionen fast zum Erliegen gekommen waren. Zunächst hatten sie versucht, ihren Sohn vor der vollen Härte der Diagnose zu schützen, dann aber beschlossen, ihm die Situation zu erklären, als sie die öffentliche Spendensammlung für eine Behandlung im Ausland starteten.
Max selbst hofft, dass die neue Initiative gelingt. Er sagte polnischen Medien, er habe Hanckes frühere Aktionen im Netz verfolgt und glaube, dass auch diese Kampagne ihr Ziel erreichen könne. Für Max und seine Familie war das persönliche Treffen mit dem Influencer vor dem Start der Tour ein besonders bewegender Moment.
Hancke, der auf Instagram über 1,7 Millionen Follower hat, ist mit groß angelegten Charity-Projekten vertraut. Anfang dieses Jahres organisierte er einen neuntägigen Nonstop-Livestream für die polnische Organisation Cancer Fighters, die Kinder mit Krebs unterstützt. Während dieser Aktion lief im Hintergrund ununterbrochen ein gemeinsamer Song des Rappers Bedoes und der elfjährigen Patientin Maja Mecan. Das ursprüngliche Ziel von 500.000 Złoty wurde schnell übertroffen, am Ende standen über 282 Millionen Złoty – eine Summe, die auch international für Schlagzeilen sorgte.
Nach diesem Rekord-Stream hatte Hancke öffentlich angekündigt, sich lange aus den sozialen Medien zurückziehen zu wollen. Später erklärte er seinem Publikum jedoch, er habe eine neue Idee gehabt, mit der er – wie er sagt – „vielleicht ein Leben retten“ könne, und deshalb wolle er keine Zeit verlieren. Er betonte, dass er es nicht für eine „gigantische Leistung“ halte, einmal mit dem Fahrrad durch Polen zu fahren – verglichen mit dem täglichen Kampf der Kinder mit DMD. Sein Ziel sei es allein, seine Reichweite im Netz für sie einzusetzen.
Für das neue Projekt hat Hancke sich eine zusätzliche persönliche Herausforderung auferlegt: Gelingt es, die gesamten 12 Millionen Złoty bereits zu sammeln, bevor er Danzig erreicht, will er sich nur acht bis zehn Stunden ausruhen und anschließend von Danzig nach Zakopane zurückradeln – ebenfalls im Livestream. Dieses Versprechen soll die Spendenbereitschaft hochhalten, auch wenn das Ziel schon fast erreicht ist.
Die genaue Route war im Vorfeld nicht bis ins Detail festgelegt. In Interviews sagte der Influencer, er werde einfach „immer weiter nach vorne fahren“, die Strecke laufend an Straßenverhältnisse und eigene Kräfte anpassen. Zwischenzeitlich wurde er aus der Region Łódź in Zentralpolen gemeldet, unter anderem auf Straßen nahe der Gemeinde Dobryszyce. Während der gesamten Tour können Zuschauer den Stream kommentieren, den ständig aktualisierten Spendenzähler verfolgen und den Link zur Sammlung weiterverbreiten.
Die Aktion sorgt in Polen erneut für große öffentliche Aufmerksamkeit. Kommentatoren in den Medien verweisen darauf, dass solche spektakulären Online-Projekte einzelnen Familien mit extrem hohen Behandlungskosten schnell helfen können – zugleich aber grundsätzliche Fragen aufwerfen: nach dem Zugang zu teuren Therapien und nach der Rolle von Influencern in der Gesundheitsfinanzierung. In diesem Fall konzentriert sich die Berichterstattung jedoch vor allem auf den konkreten Verlauf der Fahrt, die rasant wachsende Spendensumme und die Hoffnung von Max und seinen Eltern, dass die Reise quer durch Polen sie einer lebensverändernden Therapie entscheidend näherbringt.
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