Die Meldung auf Polnisch
- zorza (f.)
jasne, kolorowe światło na niebie blisko biegunów Ziemi, widoczne głównie w nocy ↩︎ - fioletowy
w kolorze między niebieskim a czerwonym, podobny do koloru lawendy ↩︎ - cząsteczka (f.)
bardzo małe części substancji, z których zbudowane są ciała ↩︎ - atmosfera (f.)
warstwa gazów otaczająca planetę, na przykład Ziemię ↩︎ - naukowiec (m.)
osoby, które zawodowo zajmują się nauką i prowadzą badania ↩︎ - przyszłość (f.)
czas, który dopiero nadejdzie, wszystko, co stanie się później ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: In welchen Teilen Polens waren in den letzten Nächten Nordlichter zu sehen?
Question 2: Wodurch entstehen die Nordlichter am Himmel?
Lernwörter
| Polnisch | Deutsch |
|---|---|
| zorza (f.) | |
| fioletowy | |
| cząsteczka (f.) | |
| atmosfera (f.) | |
| naukowiec (m.) | |
| przyszłość (f.) | |
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Die Meldung in voller Länge
In den vergangenen Nächten haben über dem Himmel von Nord- und Zentralpolen ungewöhnlich intensive Polarlichter, besser bekannt als Nordlichter, geleuchtet. Das farbige Schauspiel war unter anderem in Pommern, im Raum Suwałki im Nordosten und nach Berichten sogar noch weiter südlich bis in die Landesmitte hinein zu sehen.
Es handelte sich bereits um das zweite starke Polarlicht-Ereignis in Polen in diesem Jahr, nach Sichtungen Mitte Januar und erneut um den 20. bis 21. März. Astronomen und Wetterdienste kündigten an, dass sich in der darauffolgenden Sonntagnacht noch einmal eine Beobachtungschance ergeben könnte, da die mit der Sonnenaktivität verbundenen Bedingungen weiterhin günstig seien.
Fachleute erklärten, die jüngsten Nordlichter stünden im Zusammenhang mit intensiven Prozessen auf der Sonne. Eine Quelle verwies auf einen koronalen Massenauswurf (CME) – eine große Wolke aus Sonnenplasma –, die bei starken Sonneneruptionen ins All geschleudert worden sei. Ein anderer Experte betonte, Satellitendaten der Sonde ACE wiesen auf einen schnellen Sonnenwindstrom mit rund 650 Kilometern pro Sekunde hin, der aus einem koronalen Loch in der äußeren Sonnenatmosphäre stamme.
Ein entscheidender Faktor war das Verhalten eines Parameters namens Bz, der die Richtung eines Teils des interplanetaren Magnetfelds beschreibt. Bleibt Bz über mehrere Stunden hinweg negativ, kann der Sonnenwind deutlich stärker mit dem Erdmagnetfeld wechselwirken und erhöht die Chance auf sichtbare Polarlichter selbst in mittleren Breiten wie Polen. Magnetometer, die Veränderungen im Magnetfeld der Erde messen, registrierten zeitweise Störungen, die fast dem Niveau eines geomagnetischen Sturms der Klasse G3 entsprachen.
Eine wichtige Rolle spielte das Wetter: Über Warschau war der Himmel laut Vorhersagen meist klar, während in Regionen wie der Dreistadt (Gdańsk, Gdynia, Sopot), in Posen und Breslau mehr Wolken durchzogen, mit nur kurzen Auflockerungen. In manchen Städten im Süden mussten Beobachter niedrige Temperaturen und durchziehende Wolken aushalten, doch vielen gelang es trotzdem, die Erscheinung in Wolkenlücken zu erspähen.

Trotz der Kälte harrten Hobbyastronomen und Anwohner im ganzen Land bis spät in die Nacht aus, um den Himmel zu beobachten. In sozialen Netzwerken kursierten zahlreiche Aufnahmen von grünen, roten und violetten Bögen und Lichtvorhängen, die sich über den Horizont spannten. Nach Berichten von Astronomiebegeisterten sorgte der zweite CME, der in dieser Nacht auf die Erde traf, für deutlich stärkere Lichteffekte als ein früherer Auswurf am selben Tag, der kaum sichtbare Störungen hervorgerufen hatte.
Für viele Menschen in Polen war der Anblick ungewohnt – das Phänomen verbindet man sonst eher mit höheren Breiten wie Norwegen, Island oder dem Norden Kanadas. Polnische Medien und Astronomie-Vermittler forderten alle, die Fotos oder Videos aufgenommen hatten, dazu auf, ihr Material an Redaktionen und Wissenschaftsportale zu schicken, um zu dokumentieren, wie weit nach Süden die Nordlichter diesmal vorgedrungen waren.
Die Nordlichter entstehen, wenn geladene Teilchen von der Sonne, die vom Sonnenwind mitgerissen werden, auf Atome in den oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Sauerstoff- und Stickstoffatome nehmen dabei Energie auf und geben sie anschließend als Licht wieder ab – ein Vorgang, der manchmal mit dem Prinzip einer Leuchtstoffröhre verglichen wird. Das Magnetfeld der Erde lenkt die Teilchen in Richtung der Polarregionen und erzeugt so die charakteristischen Bögen, Bänder und sich bewegenden Lichtvorhänge rund um die Magnetpole.
Die Farben hängen von der Art des Gases und von der Höhe ab, in der die Kollisionen stattfinden. Sauerstoff sorgt meist für grünes und rotes Leuchten, während Stickstoff vor allem blaue und violette Töne hervorruft. Rund um den Nordpol spricht man von der aurora borealis, rund um den Südpol von der aurora australis. Beide Namen gehen auf Aurora, die römische Göttin der Morgenröte, zurück.
Wissenschaftler erwarten in den kommenden Monaten und Jahren weitere solcher Himmelserscheinungen, da die Sonne auf eine Phase erhöhter Aktivität in ihrem rund elfjährigen Sonnenzyklus zusteuert. Für Menschen in Polen und anderen Ländern der mittleren Breiten steigen damit die Chancen, Nordlichter fernab der Arktis zu erleben – vorausgesetzt, sowohl die Weltraumwetter-Bedingungen als auch die lokale Bewölkung spielen mit.
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