Nordlichter erleuchten den Himmel über Polen

Lernnachrichten | 23.03.2026

In der heutigen Ausgabe von Lernnachrichten Polnisch erfährst du alles über ein seltenes Lichtspektakel, das vor Kurzem in Polen zu sehen war – wo es aufgetaucht ist und welche wissenschaftliche Erklärung hinter den farbigen Lichtern am Nachthimmel steckt.

Nordlichter erleuchten den Himmel über Polen

Die Meldung auf Polnisch

W ostatnie noce w Polsce było widać zorzę1 polarną. Kolorowe światła pojawiły się na północy i w centrum kraju. Zorza ma kolor zielony, czerwony i fioletowy2. Powstaje, kiedy cząsteczki3 ze Słońca spotykają się z atmosferą4 Ziemi. Naukowcy5 mówią, że w przyszłości6 może być więcej takich zórz.

  1. zorza  (f.)
    jasne, kolorowe światło na niebie blisko biegunów Ziemi, widoczne głównie w nocy ↩︎
  2. fioletowy
    w kolorze między niebieskim a czerwonym, podobny do koloru lawendy ↩︎
  3. cząsteczka  (f.)
    bardzo małe części substancji, z których zbudowane są ciała ↩︎
  4. atmosfera  (f.)
    warstwa gazów otaczająca planetę, na przykład Ziemię ↩︎
  5. naukowiec  (m.)
    osoby, które zawodowo zajmują się nauką i prowadzą badania ↩︎
  6. przyszłość  (f.)
    czas, który dopiero nadejdzie, wszystko, co stanie się później ↩︎

Übersetzung

In den letzten Nächten war in Polen ein Nordlicht zu sehen. Die farbigen Lichter erschienen im Norden und in der Mitte des Landes. Das Nordlicht ist grün, rot und violett. Es entsteht, wenn Teilchen von der Sonne auf die Erdatmosphäre treffen. Wissenschaftler sagen, dass es in Zukunft mehr solcher Nordlichter geben könnte.

Textverständnis

Question 1: In welchen Teilen Polens waren in den letzten Nächten Nordlichter zu sehen?

Sie waren im Norden und in der Mitte des Landes zu sehen.

Question 2: Wodurch entstehen die Nordlichter am Himmel?

Sie entstehen, wenn Teilchen von der Sonne auf die Erdatmosphäre treffen.

Lernwörter

PolnischDeutsch
zorza  (f.)das Polarlicht / die Aurora
fioletowy violett
cząsteczka  (f.)das Teilchen / die Partikel / das Molekül (je nach Kontext)
atmosfera  (f.)die Atmosphäre
naukowiec  (m.)der Wissenschaftler / die Wissenschaftlerin
przyszłość  (f.)die Zukunft

Sie können schon etwas Polnisch?

Machen Sie unseren kostenlosen Einstufungstest und finden Sie in wenigen Minuten heraus, auf welchem Niveau Sie aktuell stehen. Der Test ist kurz, übersichtlich und hilft Ihnen, den passenden nächsten Lernschritt zu finden.

Die Meldung in voller Länge

In den vergangenen Nächten haben über dem Himmel von Nord- und Zentralpolen ungewöhnlich intensive Polarlichter, besser bekannt als Nordlichter, geleuchtet. Das farbige Schauspiel war unter anderem in Pommern, im Raum Suwałki im Nordosten und nach Berichten sogar noch weiter südlich bis in die Landesmitte hinein zu sehen.

Es handelte sich bereits um das zweite starke Polarlicht-Ereignis in Polen in diesem Jahr, nach Sichtungen Mitte Januar und erneut um den 20. bis 21. März. Astronomen und Wetterdienste kündigten an, dass sich in der darauffolgenden Sonntagnacht noch einmal eine Beobachtungschance ergeben könnte, da die mit der Sonnenaktivität verbundenen Bedingungen weiterhin günstig seien.

Fachleute erklärten, die jüngsten Nordlichter stünden im Zusammenhang mit intensiven Prozessen auf der Sonne. Eine Quelle verwies auf einen koronalen Massenauswurf (CME) – eine große Wolke aus Sonnenplasma –, die bei starken Sonneneruptionen ins All geschleudert worden sei. Ein anderer Experte betonte, Satellitendaten der Sonde ACE wiesen auf einen schnellen Sonnenwindstrom mit rund 650 Kilometern pro Sekunde hin, der aus einem koronalen Loch in der äußeren Sonnenatmosphäre stamme.

Ein entscheidender Faktor war das Verhalten eines Parameters namens Bz, der die Richtung eines Teils des interplanetaren Magnetfelds beschreibt. Bleibt Bz über mehrere Stunden hinweg negativ, kann der Sonnenwind deutlich stärker mit dem Erdmagnetfeld wechselwirken und erhöht die Chance auf sichtbare Polarlichter selbst in mittleren Breiten wie Polen. Magnetometer, die Veränderungen im Magnetfeld der Erde messen, registrierten zeitweise Störungen, die fast dem Niveau eines geomagnetischen Sturms der Klasse G3 entsprachen.

Eine wichtige Rolle spielte das Wetter: Über Warschau war der Himmel laut Vorhersagen meist klar, während in Regionen wie der Dreistadt (Gdańsk, Gdynia, Sopot), in Posen und Breslau mehr Wolken durchzogen, mit nur kurzen Auflockerungen. In manchen Städten im Süden mussten Beobachter niedrige Temperaturen und durchziehende Wolken aushalten, doch vielen gelang es trotzdem, die Erscheinung in Wolkenlücken zu erspähen.

Nordlichter erleuchten den Himmel über Polen
Nordlichter erleuchten den Himmel über Polen

Trotz der Kälte harrten Hobbyastronomen und Anwohner im ganzen Land bis spät in die Nacht aus, um den Himmel zu beobachten. In sozialen Netzwerken kursierten zahlreiche Aufnahmen von grünen, roten und violetten Bögen und Lichtvorhängen, die sich über den Horizont spannten. Nach Berichten von Astronomiebegeisterten sorgte der zweite CME, der in dieser Nacht auf die Erde traf, für deutlich stärkere Lichteffekte als ein früherer Auswurf am selben Tag, der kaum sichtbare Störungen hervorgerufen hatte.

Für viele Menschen in Polen war der Anblick ungewohnt – das Phänomen verbindet man sonst eher mit höheren Breiten wie Norwegen, Island oder dem Norden Kanadas. Polnische Medien und Astronomie-Vermittler forderten alle, die Fotos oder Videos aufgenommen hatten, dazu auf, ihr Material an Redaktionen und Wissenschaftsportale zu schicken, um zu dokumentieren, wie weit nach Süden die Nordlichter diesmal vorgedrungen waren.

Die Nordlichter entstehen, wenn geladene Teilchen von der Sonne, die vom Sonnenwind mitgerissen werden, auf Atome in den oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Sauerstoff- und Stickstoffatome nehmen dabei Energie auf und geben sie anschließend als Licht wieder ab – ein Vorgang, der manchmal mit dem Prinzip einer Leuchtstoffröhre verglichen wird. Das Magnetfeld der Erde lenkt die Teilchen in Richtung der Polarregionen und erzeugt so die charakteristischen Bögen, Bänder und sich bewegenden Lichtvorhänge rund um die Magnetpole.

Die Farben hängen von der Art des Gases und von der Höhe ab, in der die Kollisionen stattfinden. Sauerstoff sorgt meist für grünes und rotes Leuchten, während Stickstoff vor allem blaue und violette Töne hervorruft. Rund um den Nordpol spricht man von der aurora borealis, rund um den Südpol von der aurora australis. Beide Namen gehen auf Aurora, die römische Göttin der Morgenröte, zurück.

Wissenschaftler erwarten in den kommenden Monaten und Jahren weitere solcher Himmelserscheinungen, da die Sonne auf eine Phase erhöhter Aktivität in ihrem rund elfjährigen Sonnenzyklus zusteuert. Für Menschen in Polen und anderen Ländern der mittleren Breiten steigen damit die Chancen, Nordlichter fernab der Arktis zu erleben – vorausgesetzt, sowohl die Weltraumwetter-Bedingungen als auch die lokale Bewölkung spielen mit.

Info: Lernnachrichten Polnisch ist ein Angebot von Lernen wir Polnisch, einer Sprachschule, in der wir uns auf den Sprachkurs Polnisch spezialisiert haben. Wir bieten verschiedene Online-Kurse für Polnisch an, die Lernenden helfen, ihre Sprachkenntnisse systematisch und alltagsnah zu entwickeln.


Lernnachrichten Polnisch

Hier finden Sie Nachrichten aus Polen zum Informieren und Üben.

  • Polnisches Gericht verpflichtet Staat zur Anerkennung einer im Ausland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehe

    Lernnachrichten | 21.03.2026

    Polnisches Gericht verpflichtet Staat zur Anerkennung einer im Ausland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehe

  • Cyberangriff auf polnisches Atomforschungszentrum vereitelt

    Lernnachrichten | 13.03.2026

    Cyberangriff auf polnisches Atomforschungszentrum vereitelt

  • Historische Villa bei Arłamów durch Großbrand zerstört

    Lernnachrichten | 08.03.2026

    Historische Villa bei Arłamów durch Großbrand zerstört

Lernen Sie Polnisch!

Senden Sie uns Ihre Daten und unsere Lernkoordinatorin Sara wird sich direkt mit Ihnen in Verbindung setzen, um mehr über Ihre Lernziele zu erfahren und wie wir Ihnen helfen können.

    Durch das Absenden dieses Formulars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zu, wie in unserer Datenschutzerklärung beschrieben.

      Vielen Dank für das Ausfüllen des Formulars!

      Wir werden uns in Kürze bei Ihnen melden. Wenn Sie den Vorgang beschleunigen und uns helfen möchten, die beste Option für Sie zu finden, können Sie gern einige oder alle der folgenden Angaben machen. Dieser Schritt ist vollständig optional.

      ×