Die Meldung auf Griechisch
Η αθανατοδάντελα1 είναι μια παραδοσιακή2 τέχνη από την Κεφαλονιά. Φτιάχνεται από φυτό που λέγεται αθάνατος. Η τέχνη αυτή είναι τώρα επίσημα μέρος της ελληνικής πολιτιστικής3 κληρονομιάς4. Μια γυναίκα, η Σταμώ Σκλαβουνάκη, βοήθησε να μην χαθεί αυτή η παράδοση5. Η δαντέλα έχει όμορφα σχέδια και είναι πολύ ανθεκτική6.
- αθανατοδάντελα (f.)
Traditionelle Spitze, die aus den getrockneten Fasern der Agavenpflanze (Athanatos) hergestellt wird und ihren Ursprung auf Kefalonia hat. ↩︎ - παραδοσιακός
Etwas, das zur Überlieferung gehört und von Generation zu Generation weitergegeben wird. ↩︎ - πολιτιστικός
Etwas, das mit der Kultur und den Ausdrucksformen einer Gesellschaft zusammenhängt. ↩︎ - κληρονομιά (f.)
Die Gesamtheit der Traditionen, Werte und Schöpfungen, die von früheren Generationen überliefert werden. ↩︎ - παράδοση (f.)
Bräuche und Praktiken, die innerhalb einer Gesellschaft von Generation zu Generation weitergegeben werden. ↩︎ - ανθεκτικός
Etwas, das dem Lauf der Zeit und Widrigkeiten standhält, ohne leicht zerstört zu werden. ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Aus welcher Pflanze wird die Spitze hergestellt?
Question 2: Wer hat dazu beigetragen, dass diese Tradition nicht verloren ging?
Lernwörter
| Griechisch | Deutsch |
|---|---|
| αθανατοδάντελα (f.) | |
| παραδοσιακός | |
| πολιτιστικός | |
| κληρονομιά (f.) | |
| παράδοση (f.) | |
| ανθεκτικός | |
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Die Meldung in voller Länge
Eine jahrhundertealte Spitzenklöppeltradition von der griechischen Insel Kefalonia wurde offiziell als Teil des Immateriellen Kulturerbes Griechenlands anerkannt. Die als athanatodantela – Agavenspitze – bekannte Handwerkskunst wurde im Mai 2026 durch einen Beschluss des Kulturministeriums in das Nationale Inventar des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Die Spitze wird aus den Fasern der Agavenpflanze hergestellt, einer Sukkulente, die ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammt und im 15. Jahrhundert nach Europa gelangte. Obwohl die Pflanze vor allem als Quelle von Tequila und Sirup bekannt ist, lassen sich ihre Fasern auch zu Garn spinnen. Auf Kefalonia wird dieses Garn seit mehr als einem Jahrhundert zu Spitze verarbeitet, wobei schriftliche Aufzeichnungen die Praxis auf der Insel seit mindestens 1865 belegen.
Im Mittelpunkt des Fortbestehens dieses Handwerks steht Stamo Sklavounaki, die kurz vor ihrem 90. Geburtstag steht und als Präsidentin des Damenkomitees der Charokopeio-Werkstatt für mittellose Frauen und Mädchen Kefalonieas tätig ist. In Peratata, unweit der Burg Agios Georgios, wo die Tradition entstand, geboren, wuchs sie damit auf, ihrer Mutter beim Stricken und Sticken zuzusehen. Sie hat jahrelang Zeugnisse über das Handwerk gesammelt und dokumentiert und hofft nun, im Innenhof des Charokopeio einen eigens gewidmeten Bereich zu schaffen, in dem alle Phasen der Fadenherstellung gezeigt werden können.

Sklavounaki erinnert sich an den mühsamen Prozess: Die Fasern mussten in Wasser eingeweicht werden, das alle zwei Tage gewechselt wurde, um Gerüche zu vermeiden, und es musste darauf geachtet werden, dass kein Kontakt mit dem Fleisch der Pflanze entstand, da dieses hautreizend ist. Das fertige Garn wurde anschließend zur Reinigung in eine Wassermühle gebracht. Historische Aufzeichnungen, die sie gesammelt hat, belegen, dass wohlhabendere Frauen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert Garn an Landfrauen weitergaben, um daraus Spitze herzustellen, wobei das Garn vor und nach der Arbeit gewogen wurde, um sicherzustellen, dass nichts verloren ging.
Zu den auf der Insel verbreiteten Mustern zählen Spiralen, kleine Rosen und Weinranken – Motive, die den Landfrauen aus ihrer Umgebung vertraut waren. Da das Agavengarn in der Stärke variiert, ist es unmöglich, dasselbe Muster zweimal herzustellen. Das Material ist bekannt für seine Langlebigkeit, Farbechtheit und geringe Umweltbelastung. Sklavounaki hat die Frage aufgeworfen, warum die Agavenpflanze heute nicht zur Herstellung von Naturfasertaschen statt Nylontaschen genutzt werden könnte.
Der Verwaltungsausschuss der Charokopeio-Werkstatt bezeichnete die Anerkennung nicht nur als symbolischen Akt, sondern als „einen notwendigen Akt des Schutzes, der Bewahrung und der künftigen Nutzung einer einzigartigen Technik.
Fortgeschritten: Berichte aus Griechenland
- Agavenspitze Kefalonieas ins Immaterielle Kulturerbe aufgenommen (Kathimerini Travel)



