Die Meldung auf Polnisch
Bitwa1 pod Płowcami w 1331 roku była ważna dla Polski. Profesor Jurek odkrył2, że prawdziwa bitwa odbyła3 się niedaleko Radziejowa, nie Płowiec. Rano wojsko króla Łokietka pokonało4 małą grupę Krzyżaków5. Jednak po południu duże wojsko krzyżackie wygrało bitwę. Polska przez wiele lat mówiła, że wygrała, ale to nieprawda6.
- bitwa (f.)
Bewaffneter Kampf zwischen zwei oder mehr Parteien. ↩︎ - odkryć
Etwas Neues oder bisher Unbekanntes herausfinden. ↩︎ - odbyć się
Zu einem bestimmten Zeitpunkt oder an einem bestimmten Ort stattfinden oder geschehen. ↩︎ - pokonać
Jemanden im Kampf oder Wettbewerb besiegen. ↩︎ - Krzyżak (m.)
Mitglied des mittelalterlichen Ritterordens der Deutschen Ritter, der im Mittelalter tätig war. ↩︎ - nieprawda (f.)
Etwas, das falsch ist oder nicht der Wirklichkeit entspricht. ↩︎
Übersetzung
Textverständnis
Question 1: Wo hat Professor Jurek den tatsächlichen Schlachtort entdeckt?
Question 2: Was geschah am Nachmittag während der Schlacht bei Płowce?
Lernwörter
| Polnisch | Deutsch |
|---|---|
| bitwa (f.) | |
| odkryć | |
| odbyć się | |
| pokonać | |
| Krzyżak (m.) | |
| nieprawda (f.) | |
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Die Meldung in voller Länge
Seit Jahrhunderten wird die Schlacht bei Płowce in Polen als triumphaler Sieg über den Deutschen Orden gefeiert. Nun stellt Professor Tomasz Jurek vom Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften diese lang gehegte Überzeugung in Frage – und die Erkenntnisse dürften viele Polen überraschen.
Laut Prof. Jurek befand sich der eigentliche Ort des entscheidenden Morgengefechts am 27. September 1331 nicht in Płowce selbst, sondern an einem Ort, den er Radziejowskie Pole nennt – unweit der Stadt Radziejów, einige Kilometer entfernt. An jenem Morgen hatte sich ein rund 7.000 Mann starkes Heer des Deutschen Ordens nach der Nacht in Radziejów in zwei Gruppen aufgeteilt. Der größere Verband unter dem Befehlshaber Otto von Lutterberg marschierte in Richtung Płowce und weiter nach Brześć Kujawski. Die kleinere Gruppe unter Großmarschall Dietrich von Altenburg blieb zurück, um Versorgungsgüter bereitzustellen.
Genau auf diesen kleineren Verband stieß das Heer König Władysław Łokieteks – mit rund 4.000 Mann – gegen neun Uhr morgens in dichtem Nebel. „Ein solcher Nebel entstand, dass man den anderen kaum sehen oder erkennen konnte

Doch der Tag endete nicht mit einem polnischen Sieg. Zwischen zehn und elf Uhr kehrte das Hauptheer des Deutschen Ordens nach Erhalt der Nachricht vom Gefecht um. Gegen Mittag traf es in der Nähe von Płowce selbst auf Łokieteks Truppen. Die Kämpfe waren chaotisch. Obwohl die Polen zunächst einige Anführer des Deutschen Ordens gefangen nehmen konnten, drängten die Ritter die polnischen Kräfte schließlich in den Rückzug – zu denjenigen, die flohen, zählte auch Kronprinz Kazimierz.
Der Hochmeister hielt fest, „das gesamte Schlachtfeld sei mit Leichen bedeckt gewesen
Doch trotz ihres letztendlichen Sieges zogen sich die Ritter des Deutschen Ordens unmittelbar danach in Richtung Toruń zurück, und ihre eigenen Chronisten schenkten dem Gefecht kaum Beachtung. Wie Prof. Jurek erklärt: „Krieg gegen das christliche Polen zu führen war für den Deutschen Orden gewissermaßen beschämend. Es war nichts, womit sie besonders prahlen wollten.
Unterdessen waren polnische Propagandisten eifrig am Werk. Der Mythos eines großen polnischen Triumphs verbreitete sich in ganz Europa mit der Behauptung, 20.000 Feinde seien bei minimalem polnischen Verlust erschlagen worden. Prof. Jurek stellt fest, dass Historiker seit Langem wussten, dass die Schlacht tatsächlich verloren ging, „aber niemand wollte es offen sagen.



